Auch im zweiten Jahr der Pandemie sind keine Großveranstaltungen möglich. Noch immer gelten die strengen Kontaktbeschränkungen und in Stadt- und Landkreisen mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von über 100 sind wieder nächtliche Ausgangssperren im Gespräch. Deswegen müssen der Hockverein, der Stadtjugendring und die Stadtverwaltung die Geislinger Veranstaltungen erneut absagen.
So drückt der Hockverein in einer Pressemitteilung der Stadtverwaltung sein Bedauern aus, doch die „aktuelle Situation und der Ausblick in den Sommer lassen leider keine andere Entscheidung zu“.

Hock, Tag der Jugend und Kinderfest 2021 abgesagt

Der Stadtjugendring kam zum gleichen Schluss: „Der Tag der Jugend mit seinem traditionellen Flohmarkt, ökumenischem Gottesdienst, buntem und vielfältigem Mittagsprogramm sowie das über die Stadtgrenzen hinaus bekannte Open-Air im Notzental ist mit den zu erwartenden Auflagen – wenn Feste dieser Art bis im Sommer überhaupt wieder stattfinden dürften – aus Sicht der ehrenamtlichen Veranstalter nicht durchführbar.“ In der Pandemie sei es auch nicht möglich, das Kinderfest zu feiern. Das beschloss nun der Kinderfestausschuss, ein Gremium aus Vertretern aus Schulen, Bürgern, Jugendgemeinderat und Verwaltung, in einer virtuellen Sitzung. Der Planungsvorlauf lasse auch keine wesentlich spätere Entscheidung zu.
Weiter erinnert die Stadtverwaltung daran, dass man im vergangenen Jahr kurzfristig versucht habe, über digitale Formate die Veranstaltungen „zumindest ein wenig zu den Menschen zu bringen“. Dies noch einmal zu wiederholen mache – zumindest für einen Teil der letztjährigen Formate – keinen Sinn. „Alle Veranstalter werden sich Gedanken machen, ob man – natürlich immer unter der Einhaltung der aktuell geltenden Corona-Regelungen – das Stadtfestwochenende vielleicht auf anderem Weg doch noch ein wenig feiern kann“, teilt die Stadtverwaltung mit. Sobald mehr bekannt ist, wolle man zeitnah darüber informieren.

Geislingens OB bedauert Stadtfest-Absagen

Oberbürgermeister Frank Dehmer bedauert die Absagen: Er hätte sich gefreut, den Menschen ein Festwochenende bieten zu können, gerade nach der harten Zeit der vergangenen Monate mit Homeschooling, Homeoffice und dem heruntergefahrenen öffentlichen Leben.