Geislingen Geislinger sind bereit fürs Kinderfest

Geislingen / Michael Scheifele 16.07.2018
Kleine Hippies und bunte Smileys: An der Geislinger Uhlandschule und der Emil-von-Behring-Schule bereiten sich die Schüler aufs Kinderfest vor.

Bis zum „Geislinger Nationalfeiertag“, dem Kinderfest, ist es noch exakt eine Woche: An den Schulen laufen die Vorbereitungen für den großen Umzug durch die Stadt längst.

„Emoticons“ heißt das Motto an der Berufsfachschule für Hauswirtschaft und Ernährung der Emil-von-Behring-Schule. Die Schülerinnen im Alter zwischen 15 und 18 Jahren haben sich in ihrem Fach „Kreativ und Gestaltung“ dafür entschieden, T-Shirts zu bemalen – mit den Smileys und Symbolbildchen, die man von WhatsApp und Facebook kennt.

Von den bereits fertiggestellten Kleidungsstücken lachen dem Betrachter bunte Gesichter in allen Gefühlslagen entgegen. Neben Smileys sind beispielsweise  Äffchen und Teufel zu sehen. Einige Shirts haben die Schülerinnen aber auch individuell gestaltet: „Ich habe eine Lehrerin, die ein Kind bekommen hat, mit ihrem Baby gemalt“, erzählt Selena.

„Ein halbes Jahr arbeiten wir schon an dem Projekt“, berichtet Kunstlehrerin Gabriele Schober. Sie zeigt ein Foto vom Beginn der Vorbereitungen: Damals lag noch Schnee. „Ich finde, wir können stolz auf uns sein“, sagt Sina strahlend, während sie mit dem Pinsel ein Smiley zeichnet. Allerdings hätten nicht alle Mitschüler Lust auf das Kinderfest, meinen die Mädchen. Einige Mitschülerinnen hätten schon gesagt, nicht beim Umzug mitlaufen zu wollen.

An der Uhlandschule steht das Kinderfest dieses Jahr im Zeichen der Hippies – passend zum 50-jährigen Jubiläum der 1968er-Bewegung. Das Motto lautet: „Hippies – frisch, fröhlich, frech“.

„Egal wie das Wetter wird, wir freuen uns auf den Umzug“, meint Dorcas. Die 11-Jährige taucht ihr T-Shirt in einen großen Eimer blauer Farbe. Die Drittklässler batiken an diesem Nachmittag. Die drei betreuenden Lehrerinnen erklären, worauf es ankommt: Damit das typische Batikmuster entsteht, müssen die weißen T-Shirts an mehreren Stellen eingeschnürt werden. Die Lehrerinnen haben alle Hände voll zu tun; nicht alle Kinder bleiben von Farbklecksen verschont.

Manche Schüler sehen das Kinderfest kritisch: „Wir müssen viel zu weit laufen“, beklagt sich ein Neunjähriger. Die zehnjährige Ashley meint: „Im vergangenen Jahr wurde ich von Bonbons am Kopf getroffen.“ Doch die meisten sehen die Aktion als willkommene Abwechslung, passend zum Ausklang des Schuljahres. Auch Lehrerin Nicole Ziegler freut sich darauf: „Für uns ist das kein normaler, sondern  ein genialer Tag.“

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