HfWU Geislinger Konvention beim Immobilienkongress

Manfred Sydow (Mitte) und Siegfried Rehberg (rechts) verleihen die Ehrenplakette des Arbeitskreises Geislinger Konvention an Professor Dr. Hansjörg Bach (links).
Manfred Sydow (Mitte) und Siegfried Rehberg (rechts) verleihen die Ehrenplakette des Arbeitskreises Geislinger Konvention an Professor Dr. Hansjörg Bach (links). © Foto: HfWU/Gerhard Schmücker
Geislingen an der Steige / SWP 18.12.2017
Um Wohnkosten und ihre Optimierung ging es beim 18. Immobilien­kongress der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt (HfWU).

Wohl selten war der Name Geislingen so oft bei einer Veranstaltung in aller Munde wie beim 18. Immobilienkongress der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt (HfWU). Studenten der Immobilienwirtschaft, Geschäftsführer und Vorstände aus Verbänden und Unternehmen der Wohnungswirtschaft waren zu Gast. Das große Thema waren Wohnkosten – und damit die Geislinger Konvention.

 Vor rund 20 Jahren hob eine Gruppe aus HfWU-Professoren und Sachverständigen aus der Praxis die Konvention aus der Taufe. Ideengeber war Professor Dr. Hansjörg Bach, damaliger Leiter und Gründer des HfWU-Studiengangs Immobilienwirtschaft, der beim Immobilienkongress mit der Ehrenplakette des Arbeitskreises der Geislinger Konvention ausgezeichnet wurde.

Die Geislinger Konvention ist ein Instrument, mit dem die Wohnnebenkosten analysiert, verglichen und transparent dargestellt werden können. Mehr als 50 Unternehmen aus der Wohnungswirtschaft mit einem Bestand an fünf Millionen Wohnungen arbeiten mit der Konvention. „Wenn es um die Analyse und die Beherrschbarkeit der Betriebskosten geht, kommt die Branche an der Kompetenz der HfWU und auch am Namen des Hochschulstandortes Geislingen nicht vorbei“, sagte HfWU-Rektor Professor Dr. Andreas Frey. OB Frank Dehmer sagte, er  freue sich, dass dieses Instrument des Betriebskosten-Managements den Namen der Fünftälerstadt trage.

Alle Redner waren sich einig, dass der Branche mit der Geislinger Konvention ein Instrument zur Verfügung stehe, das den Unternehmen der Wohnungswirtschaft in idealer Weise die Kontrolle über die Betriebskosten gebe. Vor allem in den Großstädten geben die Privathaushalte immer mehr Geld für das Wohnen aus; Mieter sind dieser Entwicklung hilflos ausgesetzt. Dazu kommen die Neben- oder Betriebskosten, oft als zweite Miete bezeichnet. Diese Kosten ließen sich am ehesten optimieren, sagte Studiendekan Professor Dr. Dieter Rebitzer.

Wie die Geislinger Konvention zu solch einem Steuerungsinstrument werden konnte, beschrieb Dirk Tönges, Geschäftsführer der „Vivanium GmbH“ aus Mannheim. Tönges wünscht sich, dass sich das Regelwerk noch weiter verbreitet; es gebe noch Luft nach oben. Wolfgang Heckeler vom Verband der Wohnungsverwalter, sieht die Konvention dagegen als eine „enorm erfolgreiche Geschichte – besser als alles andere, was wir haben.“ Petra Hansel, die die Schober GmbH, eine große Münchener Hausverwaltungsgesellschaft leitet, lobte die Konvention als das Instrument mit dem am besten die Kosten analysiert, verglichen werden und Abweichungen vom Standard festgestellt werden könne. Zudem sei sie ein Mittel zu höherer Kundenbindung und mehr Vertrauen.

„40 Milliarden Euro gehen an Betriebskosten über die Bühne“, sagte Siegfried Rehberg, der die Wohnungswirtschaft berät und die Geislinger Konvention mit formuliert hat. Es sei eine Summe, die sich vor allem in Bestandsgebäuden reduzieren lasse: Die Energiequellen steckten in den Beständen, für künftige Mitarbeiter  in der Wohnungswirtschaft liege dort die Zukunft.

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