Kommunalpolitik Geislinger Jugendgemeinderat begrüßt neue Mitglieder

Dort wird junge Politik gemacht: Im Ratssaal hat sich am vergangenen Samstag der Geislinger Jugendgemeinderat getroffen. Altes und neues Gremium waren bei der Sitzung noch gemeinsam versammelt.
Dort wird junge Politik gemacht: Im Ratssaal hat sich am vergangenen Samstag der Geislinger Jugendgemeinderat getroffen. Altes und neues Gremium waren bei der Sitzung noch gemeinsam versammelt. © Foto: Markus Sontheimer
Geislingen / Angelina Neuwirth 15.11.2017
Der Jugendgemeinderat in Geislingen hat neue Mitglieder begrüßt, alte verabschiedet und einige Entscheidungen getroffen.

Ich hoffe, ihr nehmt eure Aufgabe ernst“, sagte Victoria Kutek, die ehemalige Jugendgemeinderätin, zu den Neulingen. Beim Treffen des Jugendgemeinderates (JGR) am vergangenen Samstag im Geislinger Rathaus gab es viel zu besprechen. Einige Jugendgemeinderäte, darunter langjährige Mitglieder, wurden von Oberbürgermeister Frank Dehmer und Geschäftsführerin Sarah Buchwald verabschiedet. Dehmer lobte das Engagement der Ehemaligen. Den neuen Räten legte er nahe, dass es wichtig sei, zu den Treffen zu kommen, um die Aufgaben besser zu verteilen.

Victoria Kutek bedankte sich bei ihrem Abschied aus dem Rat beim Oberbürgermeister und besonders bei Sarah Buchwald für die schöne Zeit und die große Unterstützung. Die Neulinge ermunterte sie: „Hängt euch da rein, es macht Spaß wenn man wirklich mitmacht“.

Die neuen Jugendgemeinderäte stellten sich selbst vor und hörten zu, als Dehmer aus der Geschäftsordnung die Zielsetzung vorlas. Max Erhardt und Kai Hummel – ebenfalls unter den verabschiedeten Räten – erklärten, was der Jugendgemeinderat ist und wie er arbeitet. Er vertritt unterschiedliche Altersgruppen auf kommunaler Ebene. Jeder der Jugendgemeinderäte kann selbst entscheiden, welche Themen und Projekte er für „jugendrelevant“ hält und kann bei Projekten miteinbezogen werden, die jugendliche Interessen vertreten. Die Jugendlichen haben Antrags- und Rederecht im Gemeinderat.

Außerdem stellten Erhardt und Hummel die Projekte und Aktionen vor, an denen der JGR sich beteiligt, wie die Wahl-Street und der Weltkindertag.  Es folgten die Neuwahlen für unterschiedliche Positionen im Rat: Sprecher, Vertreter beim Stadtjugendring, Delegierte beim Dachverband und viele weitere Stellen mussten abgedeckt werden. Stadtjugendreferent Klaus Nickel stellte den neuen Jugendgemeinderäten das Stadtjugendreferat und das Netzwerk „Jugendbeteiligung Geislingen“ vor. Er berichtete außerdem, dass anstatt eines geplanten Jugendforums im nächsten Jahr eine ganze Projektwoche für Jugendliche vorgesehen ist.

Gemeinsam haben die Jugendgemeinderäte beschlossen, das Fußballturnier 5-Täler-Cup abzusetzen. Es würde nicht gut angenommen und einige Schulen führten bereits eigene Turniere durch. Im Januar wird ein Seminar stattfinden, bei dem die Jugendlichen überlegen wollen, was sich als Alternative anbietet.  Aktionen und Projekte, an denen der JGR sich dieses Jahr noch beteiligt: Kommenden Sonntag ist der Volkstrauertag. Die Jugendgemeinderäte helfen beim Spendensammeln für die Kriegsgräberfürsorge. Gemeinsam mit OB Dehmer halten die Sprecher eine Gedenk­rede und legen die Kränze auf dem Friedhof Heiligenäcker nieder.

Wie schon im Vorjahr organisiert der Jugendgemeinderat die Aktion „Weihnachtsbaum der Kinderwünsche“ (wir berichteten). Finanziell schwächer gestellte Familien können bis zum kommenden Freitag, 17. November, bei sozialen Einrichtungen Wunschzettel für ihre Kinder abholen und diese ausgefüllt zurückgeben.  Die Bäume werden am 23. November geholt und in der Stadtbücherei sowie in der Filiale der Kreissparkasse am Sternplatz aufgestellt.

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