Kosten Geislingen spart ausnahmsweise bei MiGy-Sanierung

Will künftig Stromkosten sparen: Stadtbaumeister Karl Vogelmann.
Will künftig Stromkosten sparen: Stadtbaumeister Karl Vogelmann. © Foto: Markus Sontheimer
SWP 19.04.2016
Bislang verbuchte die Stadt bei der Sanierung des Michelberg-Gymnasiums meist enorme Mehrkosten. Jetzt spart sie ausnahmsweise: Einer sächsischen Firma wird der Auftrag für Solaranlagen entzogen.

Folgt der technische Ausschuss des Gemeinderats heute der Beschlussempfehlung der Verwaltung, so wird einer Firma aus Leipzig der Auftrag für die Installation einer Fotovoltaikanlage entzogen. Die Firma hatte dies selbst angeboten, berichtet Stadtbaumeister Vogelmann. Den Auftrag soll stattdessen die Firma Varista aus Unterthingau bei Kempten erhalten, die am Michelberg-Gymnasium auch die thermischen Solaranlagen installiert. Dadurch verringern sich auch die Kosten von ursprünglich etwa 206.000 Euro auf 176.000 Euro.

Grund dafür ist eine vorangegangene Verteuerung des Angebots, weil die Firma andere Fotovoltaikmodule einbauen wollte, als ursprünglich angeboten. Zudem sollten die Arbeiten an einen Subunternehmer abgegeben werden. Vogelmann vermutet, dass die Leipziger Firma zu knapp kalkuliert hatte. Vogelmann hatte beim Albwerk und der Firma EN Neuhäuser angefragt, ob nicht eine der beiden Firmen den Auftrag übernehmen könne. Zum diesem Preis winkten jedoch beide ab.

Dass die Stadt nun etwas Geld sparen kann, wo sie bislang fast nur erhebliche Mehrkosten verbuchte, „tut uns natürlich gut“, sagt Vogelmann. Eine Abschlagszahlung in Höhe von 21.000 Euro hat die Leipziger Firma bereits der Stadt zurückerstattet. Die Firma hatte der Stadt auch angeboten, sie könne sich die Investitionskosten für die Fotovoltaikanlagen komplett sparen, indem sie diese von einem fremden Betreiber installieren ließe, dem die Stadt dann aber den gelieferten Strom bezahlen müsste. „Diese Variante ist jedoch uninteressant“, befindet Vogelmann in der Sitzungsvorlage für die Ausschussmitglieder. Denn wesentliches Ziel der Fotovoltaikanlagen auf den Dächern des Michelberg-Gymnasiums und der Schubart-Realschule sei es, dass die Stadt künftig „sämtliche Stromkosten sparen kann“.

Derzeit gibt die Stadt für das MiGy rund 52.000 Euro jährlich, für die Michelberghalle 45.000 Euro und für die Schubart-Realschule 22.000 Euro aus. Eine Stromeinspeisung aus den ins öffentliche Netz plant die Stadt nicht. Bleibe dennoch Strom übrig, könne dessen Energie in Wärme umgewandelt und dem Bodenspeicher zugeführt werden.

Info: Öffentliche Sitzung des technischen Ausschusses am Mittwoch um 16 Uhr im Kapellmühlsaal in der MAG in Geislingen.