Mobilität Fahrplanänderung stößt auch auf Kritik

Der Geisl-Blitz hält auch nach der Fahrplanänderung im Januar noch jede halbe Stunde am ZOB. Andere Haltestellen fährt er nur noch stündlich an.
Der Geisl-Blitz hält auch nach der Fahrplanänderung im Januar noch jede halbe Stunde am ZOB. Andere Haltestellen fährt er nur noch stündlich an. © Foto: Rainer Lauschke
Geislingen / Isabelle Jahn 11.09.2018

Es hat nicht nur ­Vertreter des Stadtseniorenrats und des Stadtbehindertenrings ­STeiGle erfreut, dass ab Januar ein Bus in die Geislinger Neuwiesen fährt. Auch viele Bürger haben sich positiv dazu geäußert, dass es dann eine neue Haltestelle nah am Kaufland gibt und diese vom Geisl-Blitz angefahren wird. „Gute Idee! Das wird ja aber auch Zeit! Da werden sich echt viele freuen“, schreibt Gerlinde Köger auf der GZ-Facebookseite, und Userin Frie Schramm stimmt ihr zu: „Find ich super!“

GZ-Leser Dieter Sadrawetz hingegen, der selbst kein Auto hat und daher oft mit dem Bus unterwegs ist, sieht die Neuerung im Nahverkehrsplan kritisch: Der Geislinger findet es zwar sinnvoll, dass der Geisl-Blitz künftig zusätzliche Bushaltestellen anfährt. Aber dass der Stadtbus nur noch stündlich anstatt wie bisher jede halbe Stunde an der jeweiligen Haltestelle hält, sei ein großer Nachteil. „Wie stellen sich die Macher das wieder vor“, fragt Sadrawetz vorwurfsvoll. Außerdem befürchtet er lange Wartezeiten, bis man vom Zentralen Omnibusbahnhof zurück in die Obere Stadt kommt – denn, wieder am ZOB angekommen, fährt der Geisl-Blitz nach dem neuen Plan von dort aus den zweiten Umlauf in Richtung Krankenhaus (wir berichteten).

„Des einen Freud, des anderen Leid“, sagt der Leiter des Amts für Mobilität und Verkehrsinfrastruktur im Landratsamt Göppingen, Jörg-Michael Wienecke: „Wenn man möglichst weit kommen will, darf die Fahrdichte nicht Priorität haben.“ Der Stundentakt sei zudem der „Standard-Takt“. Man habe den „eindeutigen Wunsch der Geislinger“ erfüllt, eine Anbindung in die Neuwiesen zu schaffen, könne aber nicht jedes Einzelinteresse verfolgen, meint Wienecke. Dieser Bereich der Stadt sei ohnehin schon viel befahren, umso größer die Herausforderung, dass der Bus seinen Fahrplan durchgehend einhalte. Man werde die neue Situation beobachten – grundsätzliche bestehe ja auch die Möglichkeit, „weiter zu verdichten“, erklärt der Verkehrsplaner.

Die Fahrpläne sollen zudem so aufeinander abgestimmt werden, dass es für Fahrgäste, die am ZOB aus dem Geisl-Blitz aussteigen, einen direkten Anschluss in die Obere Stadt gibt.

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