Sicherheit Wahl des richtigen Schulwegs ist wichtig

Auf dem Weg zur Schule müssen viele Kinder auch Straßen überqueren. Gerade zu Schuljahresbeginn sollten Autofahrer darauf besonders achten.
Auf dem Weg zur Schule müssen viele Kinder auch Straßen überqueren. Gerade zu Schuljahresbeginn sollten Autofahrer darauf besonders achten. © Foto: dpa
Angelina Neuwirth 11.09.2017
Das erste Schuljahr ist für Kinder wie Eltern aufregend. Besonders sorgfältig sollte man sein, wenn es um den richtigen Schulweg geht.

Der erste Schultag ist ein spannendes Ereignis für Kinder und Eltern. Allerlei muss organisiert werden für den großen Tag, vom Schulranzen und der Schultüte bis zum Eltern-Taxi. Moment mal – Eltern-Taxi? Schulleiter sehen es nicht gerne, wenn Mama oder Papa ihre Sprösslinge bis vor das Klassenzimmer fahren, erzählt Ottmar Dörrer, Gesamtschulleiter der Stadt Geislingen.

„Wir appellieren immer an die Vernunft der Eltern, ihre Kinder selbstständig zur Schule gehen zu lassen. Wenn sie ihre Kinder zur Schule fahren, gefährden sie durch die schlechten Wendemöglichkeiten an der Tegelbergschule auch andere Kinder“, sagt Dörrer. Man bitte die Eltern jedes Jahr aufs Neue, nicht direkt vor der Schule zu parken und weise auch bei Informationsveranstaltungen darauf hin – so gut würde es aber nicht klappen.

Für die Erstklässler der Tegelbergschule gibt es Sicherheitswesten vom ADAC. Im Herbst und Winter, wenn es morgens noch dunkel ist, sind helle Kleidung und Reflektoren wichtig für die kleinen Verkehrsteilnehmer. Dörrer rät Eltern zudem, den Schulweg mit den Kindern vor Schulbeginn einmal abzulaufen. Dabei könne man auf Gefahrenstellen wie Ampeln oder Fußgängerüberwege hinweisen.

„Wir empfehlen, Kinder rechtzeitig loszuschicken, damit sie nicht aus Zeitdruck über eine rote Ampel rennen. Wichtig ist auch, dass sie gefrühstückt haben, und nach Möglichkeit mit Nachbarskindern zur Schule laufen“, sagt der Schulleiter.

In einer Pressemitteilung hält das Polizeipräsidium Ulm Eltern an, als gutes Beispiel für Kinder voranzugehen; an roten Ampeln stehen zu bleiben trage zur Verkehrserziehung des Nachwuchses bei. Wer es sich nicht nehmen lassen will, das Kind zur Schule zu fahren, soll die vorgesehenen Parkbuchten nutzen. Dort werden keine anderen Verkehrsteilnehmer gefährdet und die Kinder haben genügend Zeit auszusteigen.

Außerdem mahnt die Polizei, Kinder unter zwölf Jahren oder einer Körpergröße von unter 1,50 Metern nicht ohne passenden Kindersitz mitzunehmen. Angegurtet sein müssen sie in jedem Fall, da auch bei niedrigen Geschwindigkeiten Aufpralle gefährlich sind und tödlich enden können.

Besonders zum Schuljahresbeginn richtet die Polizei ihr Augenmerk auf die Park- und Haltesituation vor den Schulen. Mit Geschwindigkeitsmessungen an Schulwegen sollen Eltern aufmerksamer und umsichtiger gemacht werden.

Auch vor Mobiltelefonen als Ablenkung wird gewarnt: Nicht nur Autofahrer sollen die Finger vom Smartphone lassen. Auch Kinder lassen sich leicht ablenken und achten dann nicht mehr auf ihre Umgebung und den Verkehr.

Für Schüler, die lieber mit dem Fahrrad zur Schule fahren, gilt: erst die Radfahrausbildung bestehen, dann ist der Drahtesel als Transportmittel erlaubt. Und auch danach müssen die Kinder darauf achten, einen Helm aufzusetzen und mit einem verkehrssicheren Fahrrad zu fahren. Dazu gehören funktionierende Bremsen, die Beleuchtung, Schutzbleche und eine Klingel.

Info Tipps zum Thema „Sicherheit auf dem Schulweg“ finden Eltern im Internet zum Beispiel unter www.gib-acht-im-verkehr.de oder www.schuetze-dein-bestes.de

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