Geislingen G-Inno als Ort für Austausch und Ideen

Daniel Hammer leitet seit April das Geislinger Innovations- und Start-up-Center G-Inno.
Daniel Hammer leitet seit April das Geislinger Innovations- und Start-up-Center G-Inno. © Foto: Markus Sontheimer
Geislingen / Kathrin Bulling 29.06.2018
Daniel Hammer will als Geschäftsführer des Geislinger Innovations- und Start-up-Centers G-Inno einen Wissenstransfer ermöglichen.

Daniel Hammer hat selbst zwei Start-ups gegründet – für Stuttgarter Gin sowie für den Vertrieb von Angelzubehör – und erinnert sich gut an den langen Prozess von der ersten Idee bis zum Entschluss, den Schritt in die Selbstständigkeit zu wagen.

Künftig will der 36-jährige Ludwigsburger anderen auf diesem Weg helfen: „Gründungen kann man nicht erzwingen“, sagt er. „Es braucht das Glück, dass zur richtigen Zeit die richtigen Personen da sind, die mit der richtigen Ansprache motiviert werden.“

Als Geschäftsführer des neu gegründeten Geislinger Innovations- und Start-up-Centers ­G-Inno hat Hammer ­ viel Gestaltungsfreiraum, muss aber auch eine gewisse Erwartungshaltung von Seiten der Wirtschaft, Politik und Wissenschaft in der Region erfüllen. Der Absolvent der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt (HfWU), der seine Stelle im April angetreten hat, ist darauf vorbereitet; er will „an alle Türen klopfen und alles, was möglich ist, dafür tun, dass das Center ein Erfolg wird“. Hammer ist zuversichtlich, das G-Inno noch in diesem Jahr mit Leben füllen zu können. Derzeit richtet er noch die Räume im dritten Stock des WMF-Gebäudes ein, in dem sich auch die Lehrwerkstatt des Unternehmens und die WMF BKK befinden. Und er knüpft weiter sein Netzwerk in der Region.

Existenzgründer und solche, die es eventuell werden wollen, auf ihrem Weg zu begleiten, ist der eine Aspekt des G-Inno. Hammer will für Studenten und alle weiteren Interessierten Vorträge, Akzeleratorenprogramme sowie Gründertreffen veranstalten. In dem zirka 250 Quadratmeter großen Center will er ihnen Raum für Austausch, Beratung und kreatives Arbeiten bieten.

Für Unternehmen soll es nach dem Vorbild der Göppinger Wirtschafts- und Innovationsförderungsgesellschaft (WIF) regelmäßige Treffen geben, denn, so erklärt Hammer: „Es ist wichtig, dass man einen Wissenstransfer unter den Unternehmen im Raum Geislingen anstößt, sofern man natürlich nicht in einer Konkurrenzsituation zueinander steht.“

Es gebe durch die Veränderungen in der Arbeitswelt und die technischen Entwicklungen genügend Ansätze, „zusammenzurücken“. Das große Ziel sei dann, die Gründer und die Unternehmen zusammenbringen. Davon profitierten beide Gruppen: „Studenten sind vielleicht kreativ, haben aber nicht das Feld, auf dem sie sich ausprobieren können. Und in vielen Betrieben fehlen neben dem Tagesgeschäft die Ressourcen, nach rechts oder links zu gucken und sich um die Themen zu kümmern, die vielleicht übermorgen auf sie zukommen.“

HfWU-Rektor Professor Dr. Andreas Frey und der Geislinger Oberbürgermeister Frank Dehmer sind sich einig, in Daniel Hammer die richtige Person fürs G-Inno gefunden zu haben. Frey: „Er kennt Geislingen, er kennt die Region und vor allem: Er ist selbst Unternehmer und Gründer.“

Dehmer ergänzt: „Daniel Hammer ist durch sein Alter noch nah dran an den Studenten, kann aber auch den Unternehmen auf Augenhöhe begegnen. Bei ihm ist das G-Inno in guten Händen.“

Info Am Samstag, 21. Juli, ist ab 11 Uhr Tag der offenen Tür im G-Inno (Eingang Eberhardstraße). Das genaue Programm stellt die GZ noch vor.

Gesprächsangebot für Stadt Göppingen

Nach Intervention der Stadt Göppingen hat die Hochschule Esslingen wie berichtet auf die geplante ­Beteiligung am G-Inno verzichtet. HfWU-Rektor Andreas Frey bedauert dies sehr – den Göppinger Standort der Hochschule hätte man sehr gerne im Boot gehabt. Er sei aber optimistisch, was eine Lösung angehe: „Die Tür für die Hochschule oder Göppingen ist nach wie vor offen.“ Zu Gesprächen sei er gerne bereit.

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