Geislingen / Angelina Neuwirth

20 Verstöße gegen das Sprengstoffgesetz, in einem Fall mit gefährlicher Körperverletzung: Das ist die Bilanz des spontanen Jubels nach dem Sieg der DFB-Elf gegen Schweden, der anschließend 800 Menschen in Geislingen auf den Sternplatz trieb.

Bildergalerie So feiert Geislingen am Sternplatz

Statt friedlich den knappen Sieg über Schweden zu feiern, schmissen einige wenige Besucher mit Feuerwerkskörper, wodurch eine junge Frau verletzt wurde. Sie kam mit Prellungen und Verbrennungen ins Krankenhaus.

Schießt ein deutscher Spieler in Russland ein Tor, entscheidet er auch über die Taktik der Geislinger Polizei.

Zwei der Täter konnten bereits ermittelt werden: bei einem wurde Pyrotechnik beschlagnahmt, ein anderer Mann wurde beim Werfen von Feuerwerkskörpern beobachtet und anschließend vorläufig festgenommen. „In den anderen 18 Fällen sind in Teilen Ermittlungsansätze da“, sagte Geislingens Polizeichef Jens Rügner, „die Ermittlungen dauern an.“ Einsatzkräfte des Polizeireviers Geislingen und umliegender Reviere waren im Einsatz sowie Kräfte der Hundeführer-Staffel.

Bereits 20 Minuten vor Spielende entschloss sich Rügner, den Sternplatz teilweise abzusperren. Der aus Richtung Ulm kommende Verkehr wurde umgeleitet, auch die Springstraße war teilweise gesperrt. Gegen 23.30 Uhr war der Spuk vorbei, die zumeist friedlich feiernden Fans verließen den Sternplatz und nach der Reinigung der Fahrbahn durch den Bauhof wurde diese wieder für den Verkehr freigegeben.

Am Sternplatz soll nach Fußballerfolgen bei der WM ruhig gefeiert werden, meint GZ-Redaktionsleiter Michael Rahnefeld, aber bitte ohne Böller und anderer Pyrotechnik.

Was während eines WM-Spiels in der Notaufnahme der Geislinger Helfenstein-Klinik geschieht lesen Sie am Montag im E-Paper und in der GEISLINGER ZEITUNG.