Wald Forstverband: Amstetten macht mit

Amstetten / Thomas Hehn 21.06.2018

Auch die Gemeinde Amstetten wird der vom Alb-Donau-Kreis im Rahmen der Reform der Forstverwaltung geplanten Kommunalen Anstalt des öffentlichen Rechts beitreten. Das hat der Gemeinderat am Montag einstimmig beschlossen.

Nur Hansjörg Maurer zögerte: „Was passiert mit uns privaten Waldbesitzern?“, warf der Rat in die Runde. Ratskollege Frieder Angerbauer, als Revierförster vom Fach, versuchte zu beruhigen: „Die Privaten werden wohl mitgenommen.“ Wie, wusste er nicht. Nur in einem war sich Angerbauer schon am Montag sicher: „Es wird auf jeden Fall teurer.“ Wenn das Forstamt bisher für Aufnahme und Verkauf von Holz aus Privatwald 2,00 bis 2,50 Euro pro Festmeter berechnet habe, „war das subventioniert“. Künftig müsse kostendeckend abgerechnet werden. Das sei eine der Vorgaben des Kartellamtes, die der Bundesgerichtshof in seinem jüngsten Urteil nicht aufgehoben habe (wir berichteten).

Der Revierförster hatte noch ein weiteres Argument, warum die Gemeinde dem kommunalen Zweckverband beitreten sollte: „Je kleiner die Organisationsstruktur, desto schwieriger der Holzverkauf“, warnte Angerbauer, dass die Gemeinde mit ihren gerade mal 176 Hektar Kommunalwald für eine Holzvermarktung in eigener Regie „einfach zu klein ist“.

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