Geislingen Feuerwehr übt am Hochhaus

Geislingen / ra 11.06.2018
Den Ernstfall geübt hat die Geislinger Feuerwehr am Samstag­nachmittag an einem der Y-Hochhäuser in Geislingen.

Dramatische Szenen am Samstagnachmittag gegen 16 Uhr in der Südmährerstraße.  Der Löschzug der Geislinger Feuerwehr rückt an, verstärkt durch die Löschzüge Eybach und Weiler sowie einer Führungsunterstützungsgruppe. Zehn Feuerwehrfahrzeuge und 46 Feuerwehrmänner beziehen Position. Ihre Information: Wohnungsbrand im siebten Obergeschoss, eine Person vermisst.

Was auf den ersten Blick wie ein Ernstfall aussieht, ist allerdings eine Übung. „Wichtig für die Feuerwehrmitglieder der Feuerwehr Geislingen, um die erlernte Theorie in die Praxis umzusetzen“, sagt Kommandant Jörg Wagner.  Trainiert werde die „Hochhausbrandbekämpfungstaktik“. Brände in höheren Gebäuden und Hochhäusern – Hochhäuser sind für die Feuerwehr Gebäude, bei denen der Fußboden eines Aufenthaltsraumes mehr als 22 Meter über der festgelegten Geländeoberfläche liegt – erfordern eine spezielle Vorgehensweise bei einem Brand.  Viel Equipment – zusätzliches Gewicht von über 35 Kilo pro Brandbekämpfer – muss der Stoßtrupp (fünf Brandbekämpfer) unter Atemschutz mitnehmen und zum Stockwerk unter dem Brandgeschoss hochtragen. Dort angekommen, rüstet sich der Stoßtrupp aus und nimmt dann die Menschenrettung und die Brandbekämpfung auf. Für den Stoßtrupp, der die Brandbekämpfung aufnimmt, muss ein weiterer Stoßtrupp als Rettungstrupp bereitstehen, erklärt Wagner. „Somit benötigt man für diese spezielle Brandbekämpfungstaktik ein großes Aufgebot von Personal und Material“, sagt der Kommandant. Und in einer ersten Bilanz stellt Wagner fest: „Die Übung verlief sehr gut. Alle beteiligten Einsatzkräfte bewiesen bei schweißtreibenden Temperaturen ihr Können.“

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