Geislingen an der Steige Festakt zur Städtepartnerschaft mit Montceau

RODERICH SCHMAUZ 30.09.2013
Zum Auftakt die Europahymne, zum Abschluss der Schlager "Ein Freund, ein guter Freund": Diese symbolträchtigen Stücke umrahmten den Festakt zu 20 Jahre Städtepartnerschaft Montceau - Geislingen.

Vor allem an die Leute der ersten Stunde erinnerte Geislingens Oberbürgermeister Wolfgang Amann, als im Beisein einer Delegation aus Montceau-les-Mines am Samstag Spätvormittag im Kapellmühlsaal in überaus freundschaftlicher, vertrauter Atmosphäre 20 Jahre Städtepartnerschaft gefeiert wurde. Dazu waren auch "Ehemalige" eingeladen, die damals kommunalpolitisch tätig waren, insbesondere der frühere Oberbürgermeister Martin Bauch. Amann würdigte Marie-Claude Valabrègue, Eliane Quost, Ulrich Frank und Alfons Schmidberger als diejenigen, die vor 40 Jahren mit dem Schüleraustausch das Fundament legten. Er dankte für dieses "städte- und länderübergreifende Engagement". Insbesondere Marie-Claude Valabrègue habe sich "mit ganzem Herzen für die Städtepartnerschaft eingesetzt", sagte der OB. Er vergaß nicht die Vereine, die durch gegenseitige Besuche die Partnerschaft mit Leben füllten - bis hin zur jüngsten Begegnung zwischen dem Atelier du Coin und der Agendagruppe Geislingen. Daraus seien persönliche Freundschaften entstanden, die fortbestehen. Auf kommunalpolitischer Ebene werde ja zudem ein regelmäßiger Austausch gepflegt.

Wie vor ihm Amann erinnerte Montceaus Oberbürgermeister Didier Mathus an den vor 50 Jahren von Charles de Gaulle und Konrad Adenauer unterzeichneten Elysee-Vertrag zur deutsch-französischen Freundschaft. Dieser Vertrag habe den Weg geöffnet zu Städtepartnerschaften, denen die Hoffnung auf ein friedliches Europa der Völker zugrunde liege. Den Grundstein für die Städtepartnerschaft Montceau-Geislingen sieht auch Mathus im Schüleraustausch. Er erinnerte an den Rang von Begegnungen zwischen den Menschen: "Europa hat nicht nur eine bürokratische und finanzielle Komponente, sondern auch eine menschliche." Freundschaften zwischen den Völkern "verjagen die Gespenster der Kriege", sagte Mathus. In diesem Sinn beschrieb in einer kurzen Replik Martin Bauch seine ersten Begegnungen in Montceau hin zu Versöhnung und Partnerschaft: "Das war bewegend."

Mathus dankte allen, die sich für die Partnerschaft eingesetzt haben. Marie-Claude Valabrègue, die als Dolmetscherin stark gefordert war, schloss in ihren Dank auch die Städte für ihre Unterstützung ein. Die harmonische Freundschaftsfeier wurde von den "Salonikern" umrahmt, einem Septett der Musikschule um Renate Menzel.

Einsatz für Schüleraustausch und Städtepartnerschaft: Ehrungen