Geislingen an der Steige Ferienjob dringend gesucht

Geld muss her - und deshalb auch ein Ferienjob. Doch der lässt sich nicht immer so leicht finden.
Geld muss her - und deshalb auch ein Ferienjob. Doch der lässt sich nicht immer so leicht finden. © Foto: Marc Weigert
Geislingen an der Steige / LENA PRINZING 26.06.2013
Im Geldbeutel ist Ebbe und die Sommerferien rücken immer näher. Um das Konto aufzustocken, hilft da nur eins: arbeiten. Doch wie findet man einen Ferienjob und was muss man dabei alles beachten?

Welcher Schüler oder Student kennt das nicht? Das Geld ist immer zu knapp. Vor allem in den Sommermonaten. Man will etwas unternehmen, man fasst einen Urlaub ins Auge und will sich bei einem Großeinkauf etwas gönnen. All das kostet Geld. Um das Konto wieder aufzustocken, suchen sich viele junge Leute deshalb einen Ferienjob.

Für jeden, der arbeiten möchte, ist die erste Anlaufstelle der Arbeitgeber der Eltern. Kerstin Fickus, Pressesprecherin der Arbeitsagentur in Göppingen, verweist auf die "Vererbbarkeit" der Arbeitsstellen. Viele Unternehmen würden als Ferienjobber bevorzugt Kinder der Mitarbeiter einstellen.

Die WMF in Geislingen hat in diesem Jahr etwa hundert Ferienarbeiter eingestellt. Der Großteil (71) ist im Logistikzentrum ProLog im Versand beschäftigt. Stellenausschreibungen im eigentlichen Sinn gibt es nicht, die Bewerber senden ihre Unterlagen ein - bereits zu Jahresbeginn. Seit März sind alle freien Plätze vergeben. Die Stundenzahl richtet sich nach der jeweiligen Abteilung. Gleiches gilt für den Stundenlohn. "In Zeiten, in denen viele Mitarbeiter im Urlaub sind, können wir so den fortlaufenden Betrieb gewährleisten", beschreibt WMF-Pressesprecher Thomas Dix den Vorteil der Ferienarbeit. Ein positiver Nebeneffekt ist, dass ein Schüler auf diese Weise einen Einblick in das Berufsleben und den beruflichen Alltag erhält. Viele können so von vorne herein einen Berufszweig streichen oder ihn favorisieren.

Bei der Auswahl der Jobs sollte man durchaus den Lohn im Blick behalten, empfiehlt Florian Haggenmiller, Bundesjugendsekretär des Deutschen Gewerkschaftbundes (DGB). Auch Ferienjobs seien Jobs, die man fair entlohnen müsse.

Für Ferienjobber fallen keine Beiträge zur Sozialversicherung an. Erst ab einem Lohn von über 896 Euro pro Monat ist man steuerpflichtig. Auf jeden Fall sollte darauf geachtet werden, zu Beginn eines Ferienjobs einen schriftlichen Vertrag zu bekommen, in dem alles klar geregelt wird, rät Haggenmiller.

Eine weitere Anlaufstelle sind die Arbeitsagenturen, die Schüler und Studenten vermitteln können. Größere Unternehmen weisen teilweise auf ihrer Homepage auf freie Stellen im Sommer hin. Man kann sich aber auch mit dem Ansprechpartner im Personalbüro in Verbindung setzen. Es empfiehlt sich zudem, im Freundeskreis herumzufragen und Erfahrungen und Anregungen auszutauschen. Andere große Stellenmärkte bietet das Internet. Auf Seiten wie www.jobmensa.de, www.schülerjobs.de oder www.studentjob.de und www.Studentenjobs24.de finden vor allem Studenten und Volljährige Sommerferienjobs, die gut bezahlt werden. Angeboten werden zum Beispiel bundesweit Jobs in der Öffentlichkeitsarbeit großer Hilfsorganisationen.

Das muss man bei Ferienarbeit beachten