Geislingen Ferien in der Schule macht Spaß

20 Kinder sind dieses Mal beim Geislinger Betreuungsangebot „Ferien in der Schule“ dabei. Ihre berufstätigen Eltern wissen sie gut aufgehoben – die Mädchen und Jungen spielen und basteln gut gelaunt miteinander.
20 Kinder sind dieses Mal beim Geislinger Betreuungsangebot „Ferien in der Schule“ dabei. Ihre berufstätigen Eltern wissen sie gut aufgehoben – die Mädchen und Jungen spielen und basteln gut gelaunt miteinander. © Foto: Alexander Jennewein
Geislingen / Tomas Cabanis 03.04.2018
Basteln, spielen, toben: Das Geislinger Angebot hilft berufstätigen Eltern bei der Betreuung ihrer Kinder.

Hase, Igel und Co. – so lautet das Motto für die „Ferien in der Schule“, das Betreuungsangebot der Geislinger Stadtverwaltung für Kinder berufstätiger Eltern in den Osterferien.

Der Spruch ist Programm, und so beschäftigen sich die 20 Mädchen und Jungen während der vier Tage an der Gemeinschaftsschule am Tegelberg mit allem, was einem zum Thema Ostern so einfällt.  Eine eigene Osterkarte basteln? Das haben Tina und Luisa (beide neun Jahre alt) und ihre Freunde schon erledigt. Amerikaner selbst backen? Die Schüler haben sie schon längst aufgegessen.

Einen strengen Zeitplan gibt es nicht, die Kinder dürfen selbst entscheiden, was sie machen. Einige spielen draußen kreischend Fangen. Nico hat darauf gerade keine Lust. Er unterhält sich lieber im Bastelraum mit ein paar Freunden. Auf dem Boden liegen Stofffetzen und Fäden, Aufbewahrungskisten stehen mitten auf dem Tisch. Chaos ist erlaubt – mit dem üblichen Schulunterricht hat das Ferienprogramm, auch wenn es in einem Schulgebäude stattfindet, nichts zu tun.

Figuren aus Salzteig basteln

„Mir ist nie langweilig“, erzählt Luisa aus Geislingen, die sogar das morgendliche Aufstehen um sechs Uhr nicht mehr schlimm findet. Auch Betreuerin Ute ­Nonnenmacher ist alles andere als gelangweilt. „Die Kinder sind so lebendig wie ein Sack Flöhe“, sagt sie lachend, während sie den Abwasch erledigt.

Das sei das Schöne, fügt die Geislingerin hinzu, die seit mehreren Jahren die Jungen und Mädchen während der Ferien betreut: „Ich würde sofort aufhören, wenn es mir keinen Spaß mehr machen würde.“

„Es ist schön zu sehen, wie sich die Kleinen selbst beschäftigen können“, meint die 19-jährige ­Marie Feyler, die seit September ein freiwilliges soziales Jahr an der Tegelbergschule absolviert und Grundschullehrerin werden möchte. Zwar habe man den Kindern angeboten, ein Programm für die Woche zu erstellen, doch das hätten sie nicht gewollt.

Der Bande fällt immer etwas ein: Eine Gruppe formt zusammen mit Marie Feyler Tiere, Ostereier und Schüsseln aus Salzteig. Sigrid Bauer, ehrenamtliche Mitarbeiterin des Kinderschutzbundes und Betreuerin des Ganztagesprogramms an der Tegelbergschule, hat mit anderen das Märchen „Der Hase und der Igel“ gelesen und Hasen gebastelt – ein perfektes Osterthema, wie sie meint.

Außenseiter beobachte sie nicht, meint Marie Feyler, die schon zum zweiten Mal bei „Ferien in der Schule“ dabei ist. Grüppchenbildung aber gebe es – zwischen Mädchen und Jungen. „Das ist völlig normal für das Alter“, erklärt Feyler. Ja, die Jungs nervten manchmal, verraten Tina und Luisa. Das ist aber auch das einzige Negative, was ihnen zur Ferienbetreuung einfällt.

Gemeinsames Frühstück

Einen Pflichtprogrammpunkt gibt es: Alle essen gemeinsam ihr selbst mitgebrachtes Frühstück. Um 13 Uhr geht es dann wieder nach Hause.

Die nächste Ferienbetreuung steht schon fest: Während der Pfingstferien geht es, sofern genügend Anmeldungen zusammenkommen, in die Lindenschule. Eine Vorstellung, die den Osterkindern gefällt. „Bei der Lindenschule ist der große Spielplatz“, sagt Luisa, die schon oft bei der Ferienbetreuung mitgemacht hat. Das sei der beste Standort für die „Ferien in der Schule“.