Geislingen Geislinger zieht es hin zur Modenschau

Geislingen / Von Angelina Neuwirth und Celina Sautter 10.09.2018
Knallige Farben und ein spritziger Moderator: Vor dem Stabhochsprung-Meeting kommt die Modenschau beim Publikum an.

Die sonnigen Temperaturen laden eigentlich noch nicht zum Herbstshopping ein. Trotzdem: Die Auswahl an satten Farben, wie knalliges Rot und Violett, herbstliches Senfgelb und gedecktes Marineblau machen Lust auf den Herbst und Winter. Insgesamt sieben Geschäfte aus dem Sterne-Verein präsentierten am Samstag ihre aktuellen Trends in der Geislinger Fußgängerzone. Sowohl Kleidung von Sport- und Modegeschäften, als auch neue Brillengestelle vom Optiker wurden mit passender Musik in Szene gesetzt. Die Models waren allesamt Mitglieder der Turngemeinde (TG) Geislingen. Während es im vergangenen Jahr regnete, strahlte heuer wieder die Sonne über der Modenschau, die immer im Vorfeld des Hochsprung-Meetings auf der Sprung­anlage stattfindet.

„Wir möchten mit unserer Modenschau Lust auf die kalte Jahreszeit machen“, meinte Birgit Grüner vom Sterne-Verein. „So zeigen wir, dass Geislingen aktiv ist und man hier gut einkaufen gehen kann.“ Dean Mihaljev führte die Zuschauer locker durch die Modenschau und schäkerte hin und wieder mit den Models. Bei den sommerlichen Temperaturen kamen die Herren in ihren Wanderpullovern und -jacken ganz schön ins Schwitzen. Die Sportgeschäfte setzten dabei auf robuste und kälteabweisende Stoffe. Ihre Regenschirme dienten dabei allerdings nur als Requisiten. Die Frauen präsentierten ebenfalls Outdoor-Bekleidung und hatten Wanderrucksäcke und Walking­stöcke im Gepäck.

Athletisch ging es weiter mit Funktionskleidung. „Sportliche Schnitte, die jede Bewegung zulassen“, beschrieb Moderator Mihaljev den Stil. Die Publikumslieblinge waren eindeutig die Kinder, die die Zuschauer in ihrer Sportkleidung mit apricotfarbenen Akzenten begeisterten.

Bei der Freizeitbekleidung der Damen setzten die Modegeschäfte vor allem auf Muster und satte Farben. Wer sich bisher nicht getraut hat, unterschiedliche Muster miteinander zu kombinieren, hat vielleicht am Samstag den Mut dazu gefasst. Höhepunkte waren knallrote Trenchcoats, flauschige Teddymäntel in Creme- und Blautönen und ultraviolette Accessoires, welche die Damen in Szene setzten. Aber auch die Männer waren gut ge­kleidet: Schicke Business-Looks in allen Abstufungen von Blau, Grau und Beige bildeten die Grundlage, die die Männer mit floralen oder auch dezenten Mustern kombinierten.

Das Karomuster zog sich wie ein roter Faden durch die gesamte Vorstellung der Freizeit- und Business-Mode. Sowohl in Kleidern als auch in Mänteln fand sich das Muster wieder. „Man muss es einfach haben: Karos in jeder Variante – ein Must-have“, kam Moderator Dean Mihaljev gar nicht mehr aus seiner Begeisterung heraus. Ab und an verließ der Tänzer seinen angestammten Platz am Anfang des Laufstegs, um die Models ein Stück entlang der Zuschauer zu begleiten. Diese wurden von ihm auch oftmals zu ihrer eigenen Meinung befragt. Mal war es der Anzug, ein anderes Mal stibitzte er einem Model mit den Worten „Die steht mir doch auch, oder?“ die Brille.

Fast in jeder Runde der Modenschau war die Brille von den Gesichtern der Models nicht wegzudenken. Schlichte Alltagsmodelle, sportliche Fassungen und auffällige Sonnenbrillen dienten als beliebtes Accessoire. Auch Rucksäcke und Taschen ergänzten sowohl sportliche als auch elegante Outfits. Schals und Mützen waren ebenfalls ein wiederkehrender Teil verschiedener Kombinationen.

Das Publikum war begeistert von der Farbenvielfalt. „Jeder findet etwas, was ihm gefällt“, sagte Hildegard Schneider aus Geislingen. Sie lobte außerdem den Mut der Models von der TG. „Obwohl sie keine Profis sind, haben sie ihre Aufgabe gut umgesetzt“, meinte sie.

Der Sieger kommt aus Frankreich

Die sechste Auflage des Geislinger Stabhochsprung-Meetings hat am Samstag der Franzose Baptiste Boirie gewonnen. Er übersprang die Höhe von 5,50 Metern. Erfreulich aus Geislinger Sicht: Lokalmatador Jakob Köhler-Baumann landete mit 5,40 Metern auf dem dritten Platz.
Einen ausführlichen Bericht und mehr Fotos gibt es auf Seite 20.

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