DRK  Fachkräftemangel ist Herausforderung

Auch Rettungshundeteams gibt’s im DRK-Kreisverband Göppingen. Hier jüngst eine Übung in Geislingen.
Auch Rettungshundeteams gibt’s im DRK-Kreisverband Göppingen. Hier jüngst eine Übung in Geislingen. © Foto: Rainer Lauschke
Kreis Göppingen / Claudia Burst 10.07.2018
Was den Kreisverband Göppingen auszeichnet, ist das gute Miteinander zwischen Haupt- und Ehrenamtlichen.

Der Geschäftsbericht und die vielfältigen Aktivitäten des DRK-Kreisverbandes Göppingen standen im Mittelpunkt der DRK-Kreisversammlung am Freitagabend im Foyer der Geislinger Kreissparkasse. 90 Mitglieder sowie Ehrengäste von Partner-Organisationen und -Institutionen waren gekommen, um einen Rückblick auf das vergangene Jahr zu erhalten, aber auch um den Jahresabschluss festzustellen (einstimmig) sowie das Kreisverbandspräsidium  und den Kreisgeschäftsführer zu entlasten. Auch das geschah einstimmig.

Kreisverbandspräsident Peter Hofelich betonte in seinem Bericht zu 2017 das gute, fast schon familiäre Miteinander zwischen den etwa 250 Haupt- und den 1400 Ehrenamtlichen im Kreisverband. Besondere Verantwortung für eine möglichst spannungsfreie Zusammenarbeit zwischen beiden Sphären trügen sowohl die haupt- als auch die ehrenamtlichen Führungskräfte des Kreisverbands.

„Wir sind präsent in der Gesellschaft. Nicht aufdringlich, aber intensiv. Das geht nur weil wir viele sind – dazu gehören auch die fast 14 500 Fördermitglieder“, sagte Hofelich. Deren Zahl jedoch geht seit einigen Jahren konstant zurück. Kreisgeschäftsführer Alexander Sparhuber nannte das „besorgniserregend“ und machte in seinem Bericht klar, dass aus den Beiträgen der Fördermitglieder und aus Spenden vorwiegend die Ehrenamts-Arbeit finanziert wird. Als „die große Herausforderung“ bezeichnete er jedoch den Fachkräftemangel. „Wir haben erhebliche Probleme, genügend Rettungsfachkräfte, Sozialpädagogen, Pflegefachkräfte sowie Erzieher zu finden“, zählte er auf.

Dennoch klang der Tenor sowohl seines Berichts als auch dem von Peter Hofelich positiv. Beide zeichneten mit zahlreichen Beispielen sowie mit einem Imagefilm ein buntes und vor allem breit gefächertes Panoptikum der DRK-Aktivitäten im Landkreis.

Das vielfältige Wirken steht zusammengefasst im „Geschäftsbericht  2017“, der bei der Kreisversammlung ausgelegt war und den geladene Gäste bereits im Vorfeld erhalten hatten. Zu diesen gehörte Sascha Binder (SPD-Mitglied des Landtags), den vor allem die statistische Aussage fasziniert hatte, dass die DRK-Mitarbeiter 2017 durchschnittlich 80-mal pro Tag zu Einsätzen und Krankentransporten gerufen worden waren. „Herzlichen Dank für all Ihr Engagement und Zeit“, sagte er.

Landrat Edgar Wolff bezeichnete den Kreisverband als „verlässlichen Partner, Eckpfeiler und als Garant für Schutz und Sicherheit“. Er betonte: „Sie können auf das Geleistete stolz sein.“

Holger Scheible als Stellvertreter des Geislinger Oberbürgermeisters Frank Dehmer ging speziell auf die Arbeitsschwerpunkte des Roten Kreuzes in Geislingen ein und zählte als Beispiele den regen Ortsverein auf, die Rettungswache, das Museum „und jetzt bald auch noch das Seniorenzentrum – eine gewaltige Aufgabe“.

Auch Hans-Dieter Bührle vom Arbeiter-Samariter-Bund, Region Alb und Stauferland, war Gast. Er bedankte sich für die Einladung und freute sich auf „zukünftig gute Zusammenarbeit in Süßen bei der Rettungswache“.

Und Axel Strunk, Schatzmeister des DRK-Landesverbands, nannte die „gesunden wirtschaftlichen Verhältnisse“ erst an zweiter Stelle, warum er den Göppinger Kreisverband für „außergewöhnlich“ hielt. „Mein Herz haben Sie gewonnen, weil es hier sowohl 14 Rettungshundeteams, als auch Therapiehunde und sogar einen Kurs ,Erste Hilfe am Hund’ gibt. Das zeichnet Sie aus. Weiter so!“

Zurück zur Startseite Zum nächsten Artikel