Geislingen an der Steige Facebook will Daten gegen Liebe tauschen

Geislingen an der Steige / Celina Sautter 05.06.2018
Auch Geislinger sollen künftig auf Facebook ihre große Liebe finden. Social-Media-Experte Jens Glutsch sieht in den Plänen von Mark Zuckerberg ein Problem.

Facebook-Chef Mark Zuckerberg will Singles helfen, die echte Liebe zu finden. Das weltgrößte Online-Netzwerk will damit Flirt-Apps wie Tinder den Kampf ansagen. Für den Geislinger Social-Media-Experten Jens Glutsch ist das keine gute Nachricht: „Das ist wirklich schlimm, denn so werden noch mehr Daten über die Nutzer gesammelt.“

Noch ist unklar, wie genau die Dating-Funktion zwei Menschen zusammenführen soll, aber Datenschützer wie Glutsch verfolgen die Idee kritisch. Jeder, der beispielsweise seine Hobbys verrät, könnte vielleicht so seinen Partner finden – und zugleich Facebook die Daten liefern, die das Internetunternehmen zum Geldverdienen braucht. So gibt es laut Glutsch irrsinnig viele Möglichkeiten, die Menschen zu überwachen.

In der GZ verrät Jens Glutsch am Mittwoch, wie man sich am besten von Facebook abmeldet. Er äußert sich auch über die Zukunft der Sozialen Medien.

Daten-Skandal: Facebook in der Kritik

Persönliche Informationen von bis zu 87 Millionen Nutzern können laut Angaben an die Politikberatungsfirma Cambridge Analytica zweckwidrig weitergegeben worden sein, um den Wahlkampf von Präsident Donald Trump vor zwei Jahren zu unterstützen. Das weltweit größte soziale Netzwerk steht seitdem in der Kritik.

Facebook versucht nun den Datenschutz und die Transparenz zu verbessern. Nach dem Datenskandal kursiert jetzt in anderen Sozialen Netzwerken der Aufruf, sein Facebook-Profil zu löschen. Der englischsprachige Hashtag #DeleteFacebook mit der Löschaufforderung macht seitdem im Netz die Runde.

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