Eybach Eybacher Schüler haben Spaß beim Schneeschippen

Was für Erwachsene Arbeit bedeutet, macht Kindern einfach nur Spaß: Sie schippen in der großen Pause gerne Schnee. Aus dem Berg soll dann mal ein Iglu werden, in dem die Kinder aus Eybach sogar stehen können.
Was für Erwachsene Arbeit bedeutet, macht Kindern einfach nur Spaß: Sie schippen in der großen Pause gerne Schnee. Aus dem Berg soll dann mal ein Iglu werden, in dem die Kinder aus Eybach sogar stehen können. © Foto: Claudia Burst
Eybach / Von Claudia Burst 14.01.2019
In der Eybacher Grundschule bedeutet Schnee vor allem Spaß. Trotz Vorschriften und  Herausforderungen, die dank Erfahrung gemeistert werden.

Es klingelt zur großen Pause. Die Eybacher Grundschüler stürmen nach draußen. Die schnellsten ergattern eine der zahlreichen Kinderschneeschaufeln, die an der Gebäudewand lehnen und legen los mit Schippen. „Da reißen sie sich drum. Das macht ihnen riesig Spaß“, bestätigt Schulleiterin Ingrid Veeser und erzählt, dass die Kinder aus dem riesigen Schneehaufen dann, wenn sich der Schnee verfestigt hat, ein Iglu bauen wollen.

„Unser Hausmeister Marc Angele unterstützt den Eifer der Kinder“, erzählt sie zufrieden. Dieser räumt zwar – wie vorgeschrieben – bis 7 Uhr morgens sämtliche Verkehrswege wie die Lehrerparkplätze, die Treppen und die Laufwege frei, aber auf dem Schulhof lässt er den Schnee extra für die Kinder liegen.

Kinder toben sich aus

„Schnee hat Aufforderungscharakter und lockt die Kinder nach draußen. Ich bin froh, dass die Kinder sich mit Begeisterung austoben und erkennen, dass jede Jahreszeit ihren Reiz hat“, sagt die Rektorin.

Tatsächlich feuern sich die Kinder gegenseitig beim Schippen an. „Noch höher, damit ich nachher drin stehen kann“, ruft einer und die anderen wirbeln. Schnell fehlt der weiße Belag um  den Schneeberg in der Pausenhofmitte. Hausmeister Marc Angele schaut zufrieden zu.

Die Nichtschipper-Kinder haben in der Schulpause ebenfalls ihren Spaß. Einige Mädchen rollen große Schneebälle durch den Schnee der Wiese, um einen Schneemann daraus zu bauen, andere spielen Fange und haben Spaß daran, Schnee vom Gebüsch auf ihre Fänger niederrieseln zu lassen.

Keiner darf Schneebälle werfen

Schneeballschlachten sind dagegen tabu. „Das ist bei uns verboten, damit nichts passiert“, sagt Ingrid Veeser. Dasselbe gelte für das Rutschen im Hang, weil unterm Schnee diverse Spielgeräte kaum zu sehen sind und unten am Hang außerdem der Fahrradständer als Gefahrenpunkt lauert. „Wir haben den Kindern erläutert, warum das nicht erlaubt ist und sie akzeptieren das.“

Der Schnee rund um die Schule bedeutet aber vor allem Spaß. Außer vielleicht für Marc Angele, dessen Schneefräse ausgerechnet in dieser Woche den Geist aufgegeben hat, als sie erstmals in diesem Jahr wirklich gefordert war. „Trotzdem war bis 7 Uhr alles geräumt“, lobt Veeser, der Hausmeister habe gemeinsam mit seinem Vater die Wege konventionell geschippt.

Der Bus verspätet sich kaum

Kleine Probleme gibt es ab und zu wegen des Straßenverkehrs. Eine Lehrerin der Eybacher Schule, die aus Faurndau kommt, hat an diesem Donnerstag Verspätung, weil sie im Stau steht. Ingrid Veeser muss deshalb deren Schüler mit Aufgaben beschäftigen, bis die Klassenlehrerin eintrifft. Sie trägt die Verantwortung in Eybach seit 14 Jahren und bleibt auch bei Anrufen von Eltern gelassen, wenn die ihr ausrichten, dass ihr Auto nicht anspringt und die Sprösslinge erst später auftauchen. „Der Bus der auswärtigen Kinder hatte dieses Jahr noch keine Verspätung und auch in den vergangenen Jahren eigentlich nie“, konstatiert sie. Früher seien Verspätungen der Busse häufiger vorgekommen „und ein einziges Mal kam der Bus aus irgendeinem Grund überhaupt nicht. Aber das ist schon viele Jahre her.“

Im schlimmsten Fall gibt`s nasse Füße

Ingrid Veeser ist seit 40 Jahren Lehrerin, in all der Zeit ist noch nie etwas Schlimmes wegen Schnee passiert, und darüber ist sie froh. „Im schlimmsten Fall sind die Kinder nass oder haben nasse Füße“, erzählt sie – und dafür gibt es Abhilfe: „Alle Kinder haben bei uns Hausschuhe in den Klassenzimmern an. Das heißt, Socken können auf der Heizung im Klassenzimmer genauso getrocknet werden wie Mützen, Handschuhe oder Jacken. Oder sogar Hosen: In diesem Fall wird auf die Sportkleidung zurückgegriffen, die jedes Kind für den Sportunterricht in der Schule lagert.

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