Geislingen Evangelisches Jugendwerk wird 125 Jahre alt

Zu den vielen Angeboten des Evangelischen Jugendwerks gehören auch Kinder- und Jugendfreizeiten. Im vergangenen Jahr reiste eine Gruppe Teenager mit ihren Betreuern unter anderem nach Florenz.
Zu den vielen Angeboten des Evangelischen Jugendwerks gehören auch Kinder- und Jugendfreizeiten. Im vergangenen Jahr reiste eine Gruppe Teenager mit ihren Betreuern unter anderem nach Florenz. © Foto: unbekannt
Geislingen / Von Claudia Burst 12.06.2018
1893 gründeten sich der evangelische Jünglingsverein und der Jungfrauenverein, aus denen das Jugendwerk entstand.

Sommerfreizeiten, das jährliche Konfi-Camp, das erfolgreiche „Cake-Rock-Festival“ in Kuchen, die legendäre „Aktion Weihnachtsbaum“, der Jugendgottesdienst „Celepraytion“: Die Aufzählung der Aktivitäten, die mit dem Evangelischen Jugendwerk im Bezirk Geislingen (EJBG) zusammenhängen, könnte noch um viele Stichworte erweitert werden.

All diese Aktivitäten sind Plattformen, auf denen die Mitarbeiter Kinder und Jugendliche aus dem Kirchenbezirk erreichen, mit ihnen ins Gespräch kommen und so eine Beziehung zu ihnen aufbauen. Das gilt sowohl für die Teilnehmer an den Veranstaltungen als auch für die ehrenamtlichen Mitarbeiter. „Kinder- und Jugendarbeit ist in erster Linie Beziehungsarbeit“, konstatiert Daniel Dorn, einer der drei hauptamtlichen Jugendreferenten des EJBG.

Gute Beziehungen und Gespräche zu den Kindern und Jugendlichen seien ein wichtiger Teil derer Persönlichkeitsentwicklung. Eine weitere Komponente sei, den Jugendlichen  Verantwortung zu geben und Aufgaben zu überlassen, an denen sie wachsen können. „Damit wird das Selbstwertgefühl gestärkt und die Jugendlichen erhalten Bestätigung durch uns oder andere, dass sie ihre Sache gut gemacht haben.“

Jugendliche motivieren

Das EJBG, das sich bis vor einem Jahr wie das Landesjugendwerk EJW nannte, ist die Kirchen-Institution, die für den Kirchenbezirk Geislingen die Kinder und Jugendarbeit übernimmt. Ihr Auftrag laut Satzung ist die „Verkündigung des Evangeliums“. Das passiert durch die Aktionen und Projekte, wie sie oben genannt wurden, das geschieht aber auch dadurch, dass die hauptamtlichen Jugendreferenten – zurzeit sind das Daniel Dorn, Felix Witte und Sabine Angnes – die Kinder- und Jugendarbeit der Gemeinden vor Ort unterstützen. Etwa durch den Besuch von Gruppenstunden oder durch Schulungen, die sie den Mitarbeitern vor Ort anbieten. „Das gehört mit zu unseren Zielen: Jugendliche für Jugendarbeit fit zu machen. Und auch, sie für Mitarbeit und Engagement zu motivieren“, erläutert Dorn.

Möglichkeiten dazu gibt es viele – vor Ort zum Beispiel Kinderkirche, Jungschar oder Teenkreise. Oder beim EJBG, bei dessen Veranstaltungen oder auch als Mitglied in einem der Gremien. „Da gibt es das Vorstandsgremium BAK, in das 13 ehrenamtliche Vertreter aus den einzelnen Kirchengemeinden hineingewählt werden, es gibt den ehrenamtlichen Vorstand und es gibt diverse Arbeitsbereiche“, zählt der Jugendreferent auf.

Es ist genau 125 Jahre her, dass sich im Oktober 1893 der evangelische Jünglingsverein gründete und fast parallel dazu der Jungfrauenverein. Ihr jeweiliges Programm: Bibelgespräche, Singen, Wandern, Turnen, Vorträge oder Spielen. Erst 1972 erfolgte die Zusammenführung der inzwischen Mädchenwerk und Jungmännerwerk genannten Vereine zum Evangelischen Jugendwerk Geislingen.

Am 23. Juni soll dieser Geburtstag in großem Rahmen gefeiert werden. Daniel Dorn, der seit zehn Jahren in Geislingen beim Evangelischen Jugendwerk aktiv ist, freut sich schon auf diesen besonderen Tag und vor allem auf die kurzen Rückblicke der „Ehemaligen“.

Info Die Feier beginnt am Samstag, 23. Juni, um 13 Uhr mit Sektempfang, Kaffee und Kuchen im Festzelt auf der Wiese hinter der Druckerei Gerthofer (neben dem Evangelischen Jugendwerk  Am Karlstollen 9). Um 14 Uhr stehen der Rückblick und Grußworte auf dem Programm. Danach ist Zeit für Essen, Begegnung und Gespräche. Um 18 Uhr findet ein Gottesdienst statt. Das WM-Spiel um 20 Uhr wird übertragen. Für Kinder gibt es eine Hüpfburg. Eingeladen sind alle – sowohl Ehemalige als auch sonstige Interessierte.

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