Erziehung Beim Familientreff wuselt es nur so im Schubartsaal

Geislingen / Angelina Neuwirth 05.12.2017
Andere Eltern kennenlernen, sich mit ihnen austauschen und Unterstützung bekommen: Darum geht es beim Familientreff in Geislingen.

Beim Familientreff im Mehrgenerationenhaus (MGH) in Geislingen haben Kinder wie Mütter sichtlich Spaß miteinander beim Krabbeln, Spielen und Lachen. Wenn Mama mal eine Pause braucht, passen  Sozialpädagogin Gundula Röhm und ihre ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen Ulrike Schad und Birgit Fetzer auf die Kleinen auf. „Meine Augen sind überall“, erklärt Röhm lachend. Sie betont, dass ehrenamtliche Helfer jederzeit gesucht und willkommen sind.

Den Familientreff gibt es auch im Kinderhaus der kleinen Siedlungsstrolche in der Liebknecht­straße in Geislingen. Der zweite Standort im MGH hat seit einem Jahr geöffnet und wird sehr gut angenommen. Zunächst startete der Familientreff im November 2016 mit knapp fünf Müttern und ihren Kindern – in den vergangenen Wochen kamen bis zu 20 Mütter. Gundula Röhm erzählt, dass sie vor drei Wochen in den Schubartsaal umgezogen seien, da die Gruppe sich immer weiter vergrößere.

Neben dem Spielangebot mit den ehrenamtlichen Helferinnen gibt es oft Vorträge, zu „allem was  Mütter interessiert“, erklärt Röhm. In Zusammenarbeit mit dem Gesundheitsamt, der Stadtbücherei Geislingen und der Psychologischen Familien- und Lebensberatungsstelle der Caritas gibt es Informationsveranstaltungen zu Themen wie Trotzverhalten und gesunde Kinderfüße. „Beim Familientreff geht es darum, die Frauen zu unterstützen; es geht darum, dass es niederschwellig, kostenlos und unverbindlich sein soll“, beschreibt Gundula Röhm das Konzept. Die Kinder kommen in Kontakt mit anderen Kindern und lernen miteinander zu spielen – das ist wichtig für die Vorbereitung auf den Kindergarten. Rani, die Mutter des zehneinhalb Monate alten  Noel, findet das abwechslungsreiche Programm und die Vorträge gut. „Vor allem lernt man andere Mamas kennen, man kann sich austauschen, und es gibt gleichzeitig eine Kinderbetreuung“, erklärt die 29-jährige Geislingerin. Nicole, deren Sohn Lenny im gleichen Alter ist, stimmt ihr zu: „Wir können auch Themen, die uns interessieren, für die Vorträge vorschlagen.“

Wenn keine Vorträge stattfinden gibt es ein Frühstücksbüfett; Kaffee, Tee sowie Obst und Kekse stehen im Nebenraum immer bereit. Dort können die Mütter sich zurückziehen – egal ob mit oder ohne Kind –, wenn sie mal eine Tasse Kaffee trinken wollen.

Der Familientreff ist ein gemeinsames Angebot des Landkreises Göppingen, der Stadt Geislingen und der Caritas Fils-Neckar-Alb. Nicht nur Mütter, sondern auch Väter und Großeltern sollen dort miteinander ins Gespräch kommen, sich über Erziehungsfragen austauschen können und Informationen rund um das Thema Familie erhalten. Finanziert wird das Angebot von der Bundesinitiative Netzwerk „Frühe Hilfen“.

Familientreff nicht nur in Geislingen

Im Mehrgenerationenhaus findet das ­offene Café des Familientreffs jeden Montag kostenlos von 9 bis 12 Uhr im Schubartsaal statt. Das Kinderhaus der kleinen Siedlungs­strolche in der Liebknechtstraße lädt dienstags von 9.30 bis 12 Uhr und von 14.30 bis 17 Uhr sowie mittwochs von 9 bis 12 Uhr ein.  Dort gibt es auch eine Eltern-Kind-Spielgruppe und ein offenes Café für Schwangere. Eine Anmeldung ist nicht nötig. Kommen können Bezugspersonen mit Kindern bis drei Jahren, auch ältere Geschwister dürfen mitgebracht werden.

Familientreffs gibt es auch in ­Deggingen, ­Süßen, Salach, Eislingen und Göppingen.

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