Geislingen/Stötten Erstmals hitzefrei - aber nicht für alle Schüler

© Foto: Tobias Kleinschmidt (dpa)
RODERICH SCHMAUZ 19.06.2013
Die Sonne legte nochmal eins drauf: Auf 35,6 Grad stieg am Dienstag die Temperatur in Geislingen. Schüler erhielten hitzefrei - allerdings nicht alle.

Brütende Hitze im Geislinger Talkessel: Bis zu 35,6 Grad wurden am Dienstag im Schatten gemessen. Überraschenderweise betrug der Temperaturanstieg bei der Albwetterwarte Stötten von Montag auf Dienstag lediglich 0,1 Grad. Das bedeutet, dass dort auch gestern mit 29,8 Grad ein "heißer Tag", der per Definition mit 30,0 Grad beginnt, wieder knapp verfehlt wurde.

Erstmals gab es am Dienstag an Geislinger Schulen hitzefrei. Dafür muss es bis 10 Uhr mindestens 25 Grad im Schatten haben, lautet die Empfehlung des Kultusministeriums. Außerdem müssen sich bis 10.30 Uhr die städtischen Schulen bei der Tegelbergschule melden, sie übernimmt die Koordination. Sind bei mehr als der Hälfte der Schulen die Voraussetzungen für hitzefrei erfüllt, gibt es tatsächlich frei. Ob dann schon die fünfte Stunde ausfällt oder erst die sechste samt Nachmittagsunterricht, hängt von praktischen Erwägungen ab. Denn hätten alle Schüler zur selben Stunde schulfrei, hätte das hoffnungslos überfüllte Busse zur Folge, gibt der Geschäftsführende Geislinger Schulleiter Ottmar Dörrer zu bedenken.

An seiner Tegelbergschule gab es im übrigen am Dienstag nicht hitzefrei. Das wird es dort auch in absehbarer Zeit nicht geben. Dieses Schicksal teilen alle Tegelbergschüler mit den anderen Geislinger Ganztagsschulen - also der Linden-, der Uhland- und der Pestalozzischule. Hier hat die Verlässlichkeit der Ganztagsbetreuung Vorrang. Darauf vertrauen die Eltern, deshalb will man Schüler nicht unvermittelt vor der Zeit nach Hause schicken. Vom Ganztagesangebot macht zwar nur ein Teil der Schüler Gebrauch, doch soll eine einheitliche Regelung vermeiden, dass quasi eine Zwei-Klassen-Schülergesellschaft entsteht.

Die Höchsttemperaturen