Die Besichtigung eines der letzten Auengebiete des südlichen Oberrheins erfolgte auf dem Wasserweg. Auf vier Fischerboote verteilt, ging es für die Ausflügler neun Kilometer weit durch die oberrheinische Wildnis.

Gleich zu Beginn wurde deutlich, wie das Naturschutzgebiet zu seinem Namen kam: Die Bootsfahrt erfolgte auf Gewässerläufen, die nährstoffarm sind, nur einen geringen Fischbestand haben und daher von Fischern als "taub" bezeichnet wurden. Unter "Gießen" versteht man unterirdisch fließende Anteile des Stroms, die an bestimmten Stellen an die Oberfläche treten. Erkennbar ist dies durch klare Stellen im ansonsten grünlich-trüben Wasser.

Auf der weiteren Fahrt beobachteten die Geislinger diverse Vogelarten wie Schwäne, Enten, Kanada-Gänse und Blesshühner, die mit der Brut und Aufzucht ihres Nachwuchses beschäftigt waren. Am Ufer waren immer wieder die Spuren von Wildschweinen zu sehen, die als gute Schwimmer im Naturschutzgebiet einen idealen Lebensraum finden. Fast zum Greifen nah war eine Bisamratte, die eine kurze Strecke neben den Booten herschwamm.

Gut anderthalb Stunden dauerte die Bootsfahrt, nächstes Ziel war nun Freiburg im Breisgau. Dort lernten die Geislinger den Charme der Zähringerstadt kennen. Bei einer Runde durch die Altstadt wusste die Stadtführerin viele Anekdoten zu Sehenswürdigkeiten wie Schwabentor, Gerberviertel, Augustinerplatz und den Freiburger "Bächle" zu berichten. Den Abschluss bildete eine Besichtigung des Münsters. Im Anschluss hatte jeder noch die Möglichkeit, die Stadt auf eigene Faust zu erkunden. Nach der Rückfahrt durchs Höllental und über den Hochschwarzwald machten die Ausflügler halt in Dettingen/Teck, um im Hotel "Teckblick" zum Abendessen einzukehren.