„Ich war erstaunt“, erzählt Stefan Maier aus Ottenbach. Er glaubte zunächst, auf der Türkheimer Steige am Mittwochnachmittag zwei Wölfe gesehen zu haben. „Der Verkehr verlangsamte sich und plötzlich kamen zwei Vierbeiner zum Vorschein, die dann die Straße überquerten und wahrscheinlich wieder im Wald verschwanden.“ Stefan Maier zögerte nicht lange und drückte den Auslöser seiner Handykamera.

Selten – aber nicht ganz abwegig – wäre die Entdeckung des Ottenbachers: Der erste Wolf im Kreis Göppingen wurde bereits im April gesichtet. Das Tier tappte damals in die Fotofalle einer Wildtierkamera in Steinheim. Die Forstliche Versuchsanstalt in Freiburg (FVA) gibt jedoch dieses Mal Entwarnung: Das Institut bestimmt die Tiere gegenüber der GEISLINGER ZEITUNG als Wolfshunde. Dabei handelt es sich um eine wolfsähnliche Hunderasse. Es sei entweder der Saarloos-  oder der Tschechoslowakische Wolfshund gewesen.

Woran erkennt man einen Wolfshund?

Im Unterschied zum Wolf seien bei diesen Tieren die  Ohren im Verhältnis zum Gesicht größer, erklärt Lena Kopaniak vom FVA. Außerdem ließen sich die Hunde anhand der Form des Schwanzes sowie an der Helligkeit des Fells vom Wolf unterscheiden. „Wahrscheinlich sind die Tiere jemandem ausgebüxt“, sagt Lena Kopaniak. Das komme ab und zu einmal vor.

Kein Wolf mehr im Landkreis Göppingen Wolf ist schon wieder weitergezogen

Böhmenkirch

Für Menschen gehe von den Tieren keine Gefahr aus. Allerdings bestehe das Risiko, dass die Tiere angefahren werden. Dem Ordnungsamt der Stadt Geislingen war zu den streunenden Wolfshunden nichts bekannt.

„Auf den zweiten Blick hab’ ich auf den Bildern das Halsband  gesehen und bin nicht mehr von wilden Tieren ausgegangen“, sagt Stefan Maier. Gesprächsthema seien die vermeintlichen Wölfe aber auf dem Geburtstag gewesen, zu dem er gefahren sei.

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