Schule Rotary Club ehrt engagierte Schüler

Die drei Schulleiter Ottmar Dörrer (ganz links), Markus Beyer (vierter von links) und Christof Straub ­(zweiter von rechts) mit ihren geehrten Schülern sowie Axel Beck, Präsident des Rotary Clubs (siebter von rechts), und OB Frank Dehmer (vierter von rechts).
Die drei Schulleiter Ottmar Dörrer (ganz links), Markus Beyer (vierter von links) und Christof Straub ­(zweiter von rechts) mit ihren geehrten Schülern sowie Axel Beck, Präsident des Rotary Clubs (siebter von rechts), und OB Frank Dehmer (vierter von rechts). © Foto: Michael Cabanis
Geislingen an der Steige / Tomas Cabanis 04.07.2017
Zum siebten Mal zeichnet der Rotary Club Geislingen-Laichingen Werkrealschüler für ihre Projektarbeiten aus. So vielfältig war die Umsetzung der unterschiedlichen Arbeiten noch nie.

Eine Maus rennt durch die Holzschränke in der Holzhütte. Als Berkay Uzun und seine Mitschüler ­Sophia Bosawe, Milena Walter, Kai Bäumler und Shkelqim Camaj die Arbeiten für einen neuen Schulgarten der Geislinger Gemeinschaftsschule am Tegelberg starten, kommen am Anfang Zweifel auf. Schaffen wir das in einer Woche?, fragen sich die Schüler – und ziehen trotz der anfänglichen Skepsis die Renovierung durch. Den Schulgarten nutzen nun Lehrer und Schüler für den Unterricht, aber auch zur Entspannung (wir berichteten).

Für ihr Engagement für ihre Projektarbeit sind sie jetzt ebenso wie zwei weitere Gruppen vom Rotary Club Geislingen-Laichingen ausgezeichnet worden. Der Verein würdigte die Projekte, die im Rahmen der Hauptschulabschlussprüfung entstanden sind, nicht nur mit einer Urkunde, sondern auch mit einer Geldprämie von jeweils 500 Euro. Zu der Preisverleihung im Vortragsraum der Kreissparkasse am Geislinger Sternplatz kamen Eltern, Vertreter der Schule und der Stadt.

„Die Schüler müssen lernen, sich mit gesellschaftlichen Anforderungen auseinanderzusetzen, die nicht im Lernplan stehen“, sagte Tegelbergschulleiter Ottmar Dörrer bei der Verleihung. Die Projektprüfungen forderten genau dies ein (siehe Infokasten). Oberbürgermeister Frank Dehmer staunte über die Vielfalt der Arbeiten.

„Wir lieben die Arbeit mit Kindern“, erzählten Vanessa Stanko, Selena Mastro und Vanesa Gocheva. Die drei Freundinnen aus der Geislinger Lindenschule führten mit Grundschülern der Betreuungsgruppe „Hartkinder“ ein Theaterstück auf. Die Neuntklässler schrieben das Märchen „Goldglöckchen und die drei Bären“ um, sodass alle 15 Mädchen und Jungen mitspielen konnten. Eine Woche lang probten sie täglich zwei Stunden für die Aufführung. Das Theaterstück wurde vor Erstklässlern aufgeführt. Auf die Frage, ob sie es noch einmal aufführen würden, antworteten die Jugendlichen: „Wenn es möglich ist, auf jeden Fall.“

Ganz anders das Projekt von Merve Erkit, Hanna Henes, Ikraa Muhammad und Lia Zentgkinitze: Die Schülerinnen der Geislinger Uhlandschule erstellten eine Arbeit über Ägypten. Dafür bastelten sie Pyramiden nach und stellten sie vor. „Leider reichen die 500 Euro nicht für eine Reise nach Ägypten“, witzelte Manfred Roos, der Schulleiter der Gewerblichen Schule in Geislingen, der durch den Abend führte.

Axel Beck, Präsident des Rotary Clubs, lobte die Schüler für ihre aufwendigen Projektarbeiten. „Man bekommt nicht jeden Tag eine Urkunde vom Oberbürgermeister überreicht“, sagte er.

Projektprüfung

Prüfung Die Projekt­prüfung ist Bestandteil der Abschlussprüfungen für den Hauptschulabschluss. Drei bis fünf Schülern bearbeiten ein Thema und erstellen eine Projektmappe.

Bedeutung Die Prüfung ermögliche es, nicht nur fachliches Wissen in die Abschlussnote miteinzubeziehen, sondern auch das Sozial- und Arbeitsverhalten, erklärt Ottmar Dörrer, ­Leiter der Tegelbergschule.

Zweck Die Projektprüfung helfe, die Ausbildungsfähigkeit zu verbessern und steigere die Lern- und Schul­motivation, sagt Dörrer.