Eybach Einer der besten Nachwuchs-Zauberer Deutschlands

Marvin Schebesta gehört zu Deutschlands besten Nachwuchs-Zauberkünstlern.
Marvin Schebesta gehört zu Deutschlands besten Nachwuchs-Zauberkünstlern.
Eybach / PM 30.09.2014
Der Eybacher Magier "Marv" gehört zu den besten Nachwuchs-Zauberern Deutschlands. Platz drei bei der Jugend-DM spricht Bände.

Es hört sich zwar an, wie bei Harry Potter, aber es gibt ihn wirklich: den Magischen Zirkel von Deutschland, kurz MZvD. In diesen Zirkel werden nur Zauberkünstler aufgenommen, die durch eine Aufnahmeprüfung nachgewiesen haben, dass sie mit Herz und Seele dabei sind.

Das Wochenende gehörte allerdings dem Nachwuchs: Einmal im Jahr veranstaltet der MZvD für alle Nachwuchs-Zauberkünstler die Deutsche Jugendmeisterschaft in Frankfurt am Main. Der Eybacher Marvin Schebesta, in Magierkreisen bekannt als "Marv der Zauberer", war erstmals mit von der Partie - und holte sich in Hessen prompt seine erste Medaille.

Bei dem dreitägigen Treffen zeigen die Jugendlichen im Alter von zwölf bis 18 Jahren in unterschiedlichen Kategorien was sie so drauf haben, eine Jury fällt die Entscheidungen. "Marv" als einer der jüngsten Akteure war in der Kategorie "Kartenkunststücke" an der Reihe. Maximal zehn Minuten hatte er Zeit, die Jury zu beeindrucken. Letztere saß unmittelbar vor dem 14-Jährigen und schaute ihm direkt auf die Finger beziehungsweise auf die Karten.

"Marv" startete mit einem kompletten Kartenspiel, mit dem er diverse Mischtechniken präsentierte. Anschließend ließ er eine vom Zuschauer frei gezogene Karte vor den Augen des Publikums verwandeln. Was etwas unüblich war: Er wiederholte das Kunststück sogar, sodass der Zuschauer vermeintlich die Chance hat, dem Trick auf die Schliche zu kommen. Doch das gelang - wenn überhaupt - nur der Jury.

Damit es für die Zuschauer leichter und für "Marv" schwerer wurde, hatte er die Anzahl der Karten bei den folgenden Kunststücken immer weiter reduziert, bis nur noch eine Karte zum Zaubern übrig war. Doch auch damit gelang es ihm dank seiner Fingerfertigkeit und einer tollen Geschichte die Jury zu überraschen.

Bewertet wird nicht allein die Fingerfertigkeit, sondern auch beispielsweise, wie der Zauberkünstler seine Kunststücke in eine originelle Geschichte einbettet, außerdem die Gestik, die Mimik, der sprachliche Vortrag und vieles mehr.

Bis die Ergebnisse der Jury tagsdrauf feststanden, konnten sich die Jugendlichen in Seminaren und Workshops auch weiterbilden. Es gab sogar einen Coach, der jedem Teilnehmer in einem Einzelgespräch ein Feedback gab, ihm Stärken und Schwächen aufzeigte.

Als die Preisverleihung nahte, war sich "Marv" sicher, bei seiner ersten Teilnahme noch keinen großen Wurf gelandet zu haben. Als die Kategorie Kartenkunststücke aufgerufen wurde, war er jedoch baff, als sein Name fiel: Er belegte bei seinem Premieren-Auftritt den dritten Platz - ein Kunststück, das andere gerne nachmachen würden.