Scho g’hört Eine Venus in Kartoffelform

Helge Bremes aus dem Zillerstall  mit der Kartoffel-Venus (rechts) und einer Venus-Replik.
Helge Bremes aus dem Zillerstall mit der Kartoffel-Venus (rechts) und einer Venus-Replik. © Foto: Markus Sontheimer
Geislingen / Michael Rahnefeld 12.10.2017

Die Venus vom Hohle Fels bei Schelk­lingen hat als älteste bekannte, von Menschenhand geschaffene Frauenfigur Weltbekanntheit erreicht. Die Statuette ist 40 000 Jahre alt und wurde aus einem Mammutstoßzahn geschnitzt. Jetzt hat Helge Bremes ebenfalls eine Venus entdeckt. Allerdings nicht in einer schwäbischen Karsthöhle, sondern auf seinem kleinen Kartoffeläckerle im Zillerstall in Geislingen. Der 79-Jährige baut dort in zwei kleinen Beeten die Erdäpfel an und beförderte jetzt bei der Kartoffel­ernte ein Exemplar ans Tageslicht, das durchaus einem Vergleich mit dem Urzeit-Kunstwerk unserer Ahnen standhält. Die Kartoffel ist zwar etwas größer geraten als die Skulptur aus Mammutbein, dafür war sie aber beim Fund komplett und musste nicht erst mühsam von Archäologen zusammengesetzt werden.

Was mit der „Kartoffel-Venus“ jetzt passiert, hat der Rentner nicht verraten. Ins Urgeschichtliche Museum Blaubeuren wird sie angesichts ihrer begrenzten Haltbarkeit kaum gelangen. Vielleicht macht Helge Bremes Bratkartoffeln daraus, Salzkartoffeln und Kartoffelbrei? Schmackhaft wird das kleine Kunstwerk sicher sein.