Einsetzung Eine Stimme für die Armen

Dekan Martin Elsässer führt in der Stadtkirche die neue Leiterin der diakonischen Bezirksstelle Geislingen, Simone Zwicker, ins Amt ein und gibt ihr den Segen.
Dekan Martin Elsässer führt in der Stadtkirche die neue Leiterin der diakonischen Bezirksstelle Geislingen, Simone Zwicker, ins Amt ein und gibt ihr den Segen. © Foto: t
Geislingen / Bernward Kehle 19.09.2017
Simone Zwicker ist als Leiterin der diakonischen Geschäftsstelle Geislingen offiziell ins Amt eingeführt worden – seit August ist sie dort schon tätig.

Mit einem festlichen Gottesdienst in der Stadtkirche ist am Sonntag Simone Rebecca Zwicker als neue Leiterin der diakonischen Bezirksstelle Geislingen verpflichtet worden. Sie ist seit 1. August Geschäftsführerin der diakonischen Bezirksstelle Geislingen und trat die Nachfolge von Ernst-Wilhelm Weid an. Musikalisch umrahmt wurde der Gottesdienst von Bezirkskantor Thomas Rapp an der Orgel und von Jens Tombrock mit der Trompete.

Die Amtseinführung oblag Dekan Martin Elsässer, der  Vertreter der Kirchen, Kommunen, ehemalige und neue Mitarbeiter von Simone Zwicker sowie zahlreiche Gläubige begrüßte. Elsässer betonte, dass die Leitung einer dia­konischen Bezirksstelle mit wichtigen Aufgaben in einem Kirchenbezirk verbunden ist. „Sie haben eine große Erfahrung und bringen Motivation in hohem Maße mit. Ich freue mich sehr auf unsere Zusammenarbeit, die schon begonnen hat“, sagte Elsässer an die neue Geschäftsführerin gerichtet.

Kurz stellte der Dekan den Lebenslauf von Simone Zwicker vor, die auf einem Bauernhof in Roßwälden im Kreis Göppingen geboren ist. Nach dem Abitur und einem freiwilligen sozialen Jahr hat sie eine Ausbildung in ländlicher Hauswirtschaft gemacht.  Anschließend studierte sie an der evangelischen Fachhochschule in Reutlingen Soziale Arbeit und ist seit nunmehr 20 Jahren als Sozialpädagogin in diakonischen Bezirksstellen tätig. In den vergangenen 15 Jahren war sie als Bezirksgeschäftsführerin in Leonberg eingesetzt.

„Im Vertrauen auf die Verheißung, die Jesus Christus seiner Kirche gegeben hat“, setzte der Dekan die Geschäftsführerin der diakonischen Bezirksstelle Geislingen ins Amt ein.  Er legte die Hand auf ihren Kopf und sprach das Segenswort. Ursula Duppel-Breth aus Leonberg, die das Zeugenwort sprach, war es anzumerken, dass die dortige Bezirksstelle Simone Zwicker nur ungern gehen ließ. Sie schilderte die langjährige gute Zusammenarbeit und wünschte Zwicker alles Gute in ihrer neuen Aufgabe. Hans-Dieter Haas vom Referat Bezirks- und Kreisdiakoniestellen ging auf das gute Miteinander mit den Verantwortlichen im Kirchenbezirk ein. Mit der neuen Geschäftsführerin könnten  sicherlich auch neue Impulse gesetzt werden.

Wichtiger Partner für den Kreis

„Die Diakonie ist für den Landkreis ein wichtiger Partner in der sozialen Daseinsvorsorge“, betonte der Leiter des Kreissozialamtes Göppingen, Rudolf Dangelmayr. Mit ihren  Beratungs- und Unterstützungsangeboten helfe die Diakonie den Menschen, die sich in einer schwierigen Lebenssituation oder einer materiellen Notlage befinden.  Sascha Lutz, neuer Leiter der diakonischen Bezirksstelle Göppingen, meinte in seinem Grußwort, dass diakonisches Handeln tatsächlich von den Begegnungen mit den Menschen in den Sprechstunden, im Diakonieladen, mit den Kirchengemeinden und anderen lebt.

„Liebe Frau Zwicker, als Caritas und Diakonie sind wir beide unterwegs im Sinne eines Evangeliums ohne viele Worte“, sagte Sabine Stövhase, die Leiterin des Caritas-Zentrums Göppingen. Im Alltäglichen nah bei den Menschen sein und den „Armen eine Stimme in Kirche und Gesellschaft  geben, das wird nun Ihre Aufgabe in Geislingen sein“. Oberbürgermeister Frank Dehmer übergab der neuen Leiterin eine Tasche des Kulturherbstes mit Wanderführer, Rätscheprogramm und anderem mehr, „damit Sie viele bunte Eindrücke von unserer Stadt bekommen werden“. Karl-Heinz Doster überbrachte Grüße des diakonischen Bezirksausschusses und eine Mitarbeiterin des Diakonieladens überreichte der neuen Geschäftsleiterin einen Blumenstrauß.

In ihrem Schlusswort gab Simone Rebecca Zwicker zu verstehen,  dass ihr die Arbeit in der Bezirksstelle eine Herzensangelegenheit ist – „vor allem mit den Menschen, die in Not sind.“

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