Die ältesten Bäume im Geislinger Stadtpark sind 150 Jahre alt. Im Vergleich zu ihnen ist die Winterlinde, die bis Montag auf einem Stück Rasen zwischen der Parkstraße und dem geschotterten Bolzplatz unterhalb des Biergartens stand, kaum mehr als ein Kleinkind. Nicht ganz 15 Jahre ist sie alt und etwa sieben Meter hoch. Da ist noch viel Platz nach oben: Winterlinden können bis zu 30 Meter hoch werden. Im Stadtpark wird der Baum die Größe allerdings nicht erreichen: Die Linde muss den Containern für die Erweiterung des Kindergartens „Bunte Welt“ weichen. Einen neuen Platz für den Baum hat die Stadtverwaltung in Altenstadt gefunden: im Garten des Kinderhauses der Kleinen Siedlungsstrolche in der Liebknechtstraße.

Bolzplatz bleib erhalten

Ursprünglich war geplant, die Container oder Holzmodule auf dem Bolzplatz aufzustellen (wir berichteten). Doch inzwischen hat die Stadtverwaltung den Standort für den  Kindergarten weiter in Richtung Parkstraße verschoben, damit die Schüler der Uhlandschule und alle anderen Kinder den Bolzplatz weiterhin benutzen können, berichtet Stadtbauamtsleiter Karl Vogelmann auf Nachfrage der GEISLINGER ZEITUNG.

Verpflanzen, bevor die Knospen sprießen

Für die Linde ist es höchste Zeit, dass der Umzug beginnt: Der Frühling ist schon fast da und es dauert nicht mehr lange, bis die Bäume vollends aus ihrer Winterruhe erwachen und wieder austreiben. „Im Februar war es ziemlich warm“, erläutert Silke Schwetka vom Team des Geislinger Bauhofs, das sich als Umzugshelfer zur Verfügung gestellt hat. „Jetzt kommen dann bald wieder die Blätter raus.“  Die Linde muss verpflanzt werden, bevor der Baumsaft aus den Wurzeln wieder hoch in die Knospen schießt.

„Wir gewähren der Linde gerne Asyl“, sagt Kindergartenleiterin Alexandra Maier-Schmidt. Im Sommer werde es im Garten recht schnell heiß. „Deshalb sind wir froh, dass wir so einen schönen Schattenspender bekommen.

Mehr über den Umzug der Linde lesen Sie heute, 13. März, in der GEISLINGER ZEITUNG und im E-Paper.