Leitartikel Michael Rahnefeld zur gesperrten Ortsdurchfahrt in Kuchen Ein KOMMENTAR von Michael Rahnefeld

Michael Rahnefeld, CvD, stellvertretender Redaktionsleiter GZ, Geislinger Zeitung, Porträt, Freisteller
Michael Rahnefeld, CvD, stellvertretender Redaktionsleiter GZ, Geislinger Zeitung, Porträt, Freisteller © Foto: unbekannt
Geislingen / Michael Rahnefeld 28.07.2018

Ab Montag tritt der Zustand ein, auf den seit Wochen mit Verkehrsschildern hingewiesen wird und vor dem vielen Verkehrsteilnehmern schon seit Tagen graut: Die B-10-Ortsdurchfahrt in Kuchen wird für vier Wochen voll gesperrt. Der Raum Geislingen und das Täle sind mit ihren Straßenverkehrsanbindungen in Richtung Stuttgart auf der Filstalachse quasi abgeschnitten. Gewiss, es gibt in Kuchen innerörtliche Umleitungen, die je nach Bauabschnitt angepasst werden, aber deren Kapazitäten sind beschränkt. Der überörtliche Verkehr muss deshalb großräumig umgeleitet werden. Die Anwohner in den betroffenen Gebieten von Kuchen werden das Kreuz schlagen, wenn die Bauarbeiten auf der Ortsdurchfahrt Ende August abgeschlossen sind, die Umleitungsschilder wieder abgebaut werden. Und der Kuchener Bürgermeister Bernd Rößner hat absolut recht, wenn er in diesem Zusammenhang erneut darauf hinweist, wie dringend doch der nächste Abschnitt einer B 10-neu von Gingen-Ost bis Geislingen-Mitte gebraucht wird. Zumindest werden es alle Verkehrsteilnehmer in den nächsten vier Wochen einmal mehr so richtig spüren.

Wenn alles gut läuft, so prognostiziert fast flehend der Göppinger CDU-Bundestagsabgeordnete Hermann Färber im Sommergespräch mit GZ und NWZ, könnte mit dem Bau des B-10-Abschnitts bis Geislingen schon 2021 begonnen werden (siehe Seite 13). Wenn alles gut läuft! Doch so weit sind wir noch lange nicht. Die Finanzierung für dieses Vorhaben steht zwar, aber es muss im Rahmen der Planfeststellung fast immer damit gerechnet werden, dass es irgendwelche Einwände gibt.

All jenen, die eine B-10-neu torpedieren wollen, sei schon jetzt einmal empfohlen, in den nächsten vier Wochen die Durchquerung der Gemeinde Kuchen in allen ihren Umleitungsvarianten auszuprobieren, um vielleicht dabei zu kapieren, dass die Verkehrsader B 10 auf ihrem letzten alten Abschnitt äußerst anfällig für jede Störung ist und Alternativen quasi nicht vorhanden sind. Und jenen, die nicht umhin kommen, sich den Qualen der nächsten vier Wochen zu ergeben, sei gesagt: Nehmt es halt sportlich, zu ändern ist es eh nicht. Auch diese Leidenstage gehen vorbei.

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