Aufhausen Ein erlebnisreicher Tag als Waldläufer

Wer kann einem besser die Geheimnisse des Waldes vermitteln als echte Förster und Jäger? Erinnerungsfoto der Villa-Sonnenschein-Kinder.
Wer kann einem besser die Geheimnisse des Waldes vermitteln als echte Förster und Jäger? Erinnerungsfoto der Villa-Sonnenschein-Kinder. © Foto: Marianne Witziok
MARIANNE WITZIOK 30.09.2014

Jeden zweiten Freitag zieht es die Kinder der Aufhausener "Villa Sonnenschein" mit ihren Erzieherinnen hinaus in Wald und Flur. Kai Esslinger, der Vater der kleinen Mia, der auch passionierter Jäger ist, lud nun die gesamte Gruppe zum Besuch des Waldmobils bei der Jagdhütte ein.

Frühmorgens machten sich 24 Kinderfußpaare unter seiner Führung auf den Weg in den Wald bei Berneck. Selbst von einem kurzen Regenschauer und nassen Füße ließen sich die Kinder nicht beirren, sie legten tapfer die fünf Kilometer lange Wegstrecke zurück. Die Jüngsten durften zwischendurch immer wieder in den Bollerwagen.

Erwartet wurden die Wanderkinder von dem Waldpädagogen und Förster Berndt Schuhmacher, der mit seinem Eislinger Waldmobil auf die Alb getuckert war, um den Kindern die Vielfalt an Waldtieren erlebbar zu machen. In kleinen Gruppen erklärte er den interessierten Kindern allerhand über die Tiere.

In einer Jagdhütte durften die Kinder nicht nur den warmen Ofen und das Stockbett bewundern. Sie erfuhren und erfühlten ebenso die Unterschiede zwischen den harten Borsten eines Wildschweinfells, dem kuscheligen Pelz eines Fuchses und dem zarten Federflaum eines Auerhahns. Die Sonnenscheinkinder lernen durch solche Aktionen, wie Pflanzen, Tiere und Menschen miteinander verbunden sind und wie dabei die Jäger das ökologische Gleichgewicht des Walds erhalten.

Nachdem sich alle Kinder mit den von der Aufhausener Jagdgenossenschaft gestifteten Grillwürsten und Gummibärchen gestärkt hatten - Waldluft macht schließlich hungrig - legten sie die letzte Etappe unter strahlend blauem Himmel zum Segelflugplatz zurück und hatten dabei noch allerhand beeindruckende Erlebnisse. So sichtete die Schar der Villa Sonnenschein eine Dachsbauanlage, außerdem eine Blindschleiche sowie Pilze aller Art. Am Segelflugplatz schließlich schlossen die Eltern ihre müden, aber glücklichen Kinder in die Arme.