Sanierung Dritter Anlauf verhindert Architekten-Waterloo

Auch der Anbau an der Lonetalschule macht Fortschritte. Die Fundamente sind betoniert.
Auch der Anbau an der Lonetalschule macht Fortschritte. Die Fundamente sind betoniert. © Foto: hehn
Amstetten / Thomas Hehn 16.05.2018

Im dritten Anlauf hat es geklappt: Die Elektroinstallation beim Umbau der Lonetalschule in Amstetten wird zwar immer noch um 88 325 Euro teurer als die Architekten vom Göppinger Büro Gauß & Knödler berechnet haben. Das Ergebnis der mittlerweile dritten Ausschreibung des Gewerkes ist aber immerhin um rund 94 700 Euro günstiger als der Kostenschock nach der zweiten Ausschreibungsrunde.

Vor ein paar Monaten drohte das Gewerk im Rahmen der grundlegenden Sanierung und Erweiterung der Gemeinschaftsschule noch zum Waterloo der Architekten zu werden. Nachdem auf die erste – öffentliche Ausschreibung – hin überhaupt kein Angebot einging, beschloss der Gemeinderat die Arbeiten erneut auszuschreiben, diesmal beschränkt. Diesmal gab es ein Angebot, allerdings nur eines: Und das lag satte 183 000 Euro über der ursprünglichen Kostenberechnung der Architekten in Höhe von 579 633 Euro.

Aufgrund der Preisexplosion hob der Gemeinderat die Ausschreibung bei einer Sondersitzung in den Osterferien auf und beschloss, das Gewerk erneut, und damit zum dritten Mal auszuschreiben. Jetzt hatte man mehr Erfolg. Wie Architekt Andreas Werner dem Gemeinderat am Montag erläuterte, gab es nicht nur fünf Angebote, sondern auch wesentlich bessere Preise. Am Ende lag das günstigste Angebot der Firma Tröger aus Neu-Ulm bei 667 985 Euro. Das  sind zwar immer noch 88 325 Euro über der Kostenberechnung, allerdings hat man bei anderen Gewerken einsparen können: Die anvisierten Gesamtkosten für Sanierung und Erweiterung der Schule in Höhe von 5,738 Millionen Euro würden weiterhin eingehalten werden, versprach der Architekt.

Auch der Bauzeitenplan sei nicht gefährdet, versicherte Werner. Trotz der Verzögerung durch die Elektroarbeiten könne die geplante Fertigstellung bis spätestens 12. April 2019 eingehalten  werden. Die angemieteten Schulcontainer würden voraussichtlich nur bis  10. März benötigt.

Wie berichtet, musste während des Umbaus ein Großteil der Schüler in rund 85 Container umziehen. Für die Containerschule zahlt die Gemeinde monatlich
17 500 Euro.