Mit drei Schlägen wurde es eröffnet: Das Wochenende zur 925-Jahr-Feier in Stubersheim. Genau so viel Anläufe brauchte Ortsvorsteher Bernd Wachter, um mit dem  Fassanstich am Freitagabend in einen  dreitägigen Party-Marathon für und mit den Stubersheimern zu starten.

Über zwei Jahre hatten sich engagierte Bürger Gedanken gemacht, wie man die 925-jährige Geschichte des Albdorfs gebührend feiern  könnte. Bald war klar, dass man für die große Party ein großes Festzelt braucht. Und das Risiko wurde belohnt: Schon zum Auftakt am Freitagabend mit den „Troglauern“ und ihrer „Heavy Volxmusic“ war das rund 1000 Menschen fassende Zelt voll. Und die Band brachte auch tolle Stimmung ins Zelt: Die Tanzfläche vor der Bühne war durchgehend von Tanzwütigen belegt.

Der Samstag war dann für die  Fans klassischer   Rockmusik: „Rock unlimited“ aus Ulm rockte die Bühne und machte dem Publikum auf der Tanzfläche Beine. Vor dem Hauptact hatte die Stubersheimer Band „Deitschrogg“ mit Special-Guest „Peter“ die Stimmung angeheizt.

Bereits zuvor hatte am Mittag der SSC Stubersheim für den sportlichen Höhepunkt des Jubiläums gesorgt und bei einem Kick die Traditionsmannschaft des „SSV Ulm Fußball“ mit 4:3 besiegt. Die  teilweise auf hohem fußballerischen Niveau stehende Partie wurde von zahlreichen Besuchern beklatscht.

Der Sonntag wurde von einem  Zeltgottesdienst eingeläutet, den der  Akkordeonclub Stubersheim musikalisch umrahmte. Pfarrerin Stephanie Ginsbach erinnerte in ihrer Predigt daran, dass eine 925-jährige Geschichte nur mit einem segnenden Gott entstehen kann und schloss den historischen Bogen  zum Ende des Gottesdienstes mit einem ganz speziellen Segen. Im Gottesdienst wurde  auch der neue Defibrillator für Stubersheim übergeben, der mit Unterstützung des Sozialen Fördervereins Amstetten und mit weiteren Spenden angeschafft werden konnte.

Nach dem Gottesdienst überbrachten Landrat Heiner Scheffold,  die Bundestagabgeordnete Ronja Kemmer und Landtagsabgeordneter Manuel Hagel ebenso ihre Glückwünsche zum Jubiläum wie Kreisrat Hermann Eberhardt und Heinrich Schmohl in Vertretung des Amstetter Gemeinderates. Ortsvorsteher Bernd Wachter erinnerte an die einzigartige Dorfgemeinschaft, die notwendig sei, um ein solches  Fest zu stemmen.

Im Anschluss wurde gemütlich gehockt,  wobei neben deftigen Spezialitäten vom Grill die speziell zum Jubeljahr von den Landfrauen kreierte „Stubersheimer Torte“ so reißenden  Absatz fand, dass sie bald ausverkauft war. Derweil sorgten der Akkordeonclub Stubersheim, die Feuerwehrkapelle Amstetten und abends die Tanzkapelle „Feedback“  für die musikalische Untermalung. Eine Hüpfburg und ein vom Evangelischen Jugendwerk Geislingen sowie der Kirchengemeinde organisiertes Kinderprogramm boten auch den kleinen Festbesuchern Abwechslung. Weitere Höhepunkte des Jubiläums bildeten eine Ausstellung zur Reformation in der Johanneskirche und die Dorfführung mit Anne Albrecht zu markanten Stellen im Ort. Dabei konnte jedermann auch die „Elefantenherde“ bewundern: Kindergartenkinder hatten 40 Exemplare des Stubersheimer Wappentieres künstlerisch gestaltet, die nun in Vorgärten auch in Zukunft an das Großereignis im kleinen Dorf erinnern werden.