Im Geislinger Michelberg-Gymnasium gehen seit Montag die Arbeiten in drei Bereichen weiter, nachdem im Sommer der naturwissenschaftliche Gebäudeteil aus Sicherheitsgründen gesperrt werden musste.

Derzeit wird der Kriechkeller ausgeräumt

Weil der Brandschutz noch überarbeitet werden muss und das Energiekonzept der Schule großteils noch nicht funktioniert, müssen nach und nach wieder Bauarbeiter ran. Der sogenannte Kriechkeller unter dem gesperrten Bereich, in dem die Lüftungsgeräte der Schule stationiert sind und sämtliche Leitungen verlaufen, erschwert die dort nötigen Arbeiten aber sehr: Aufgrund der niedrigen Deckenhöhe kann man sich nur krabbelnd fortbewegen, zudem liegen dort noch zurückgelassene Materialien aus der Zeit der Generalsanierung der Schule. Derzeit bereiten vier Arbeiter alles fürs große Ausräumen des Kellers vor.

Zwei Klassenzimmer dienen als Anschauungsobjekt

Ein Stockwerk höher, im vom Einsturz bedrohten Gebäudetrakt, schauen sich die Experten in zwei sogenannten Pilotklassenzimmern das Innenleben der Decken an. Ihr Ziel: Herauszufinden, ob die Heizflächen richtig installiert wurden und ob die passenden Anschlüsse an den richtigen Stellen vorhanden sind, um möglicherweise ein neues Heizkonzept zu realisieren. Es könnte dabei helfen, die im Sommer überhitzten Klassenzimmer herunterzukühlen.

Momentan sei man aber noch in der Voruntersuchung für diese Zielsetzung, erklärt Joachim Burkert von der Geislinger Stadtverwaltung. Von den Pilotklassenzimmern erhoffe man sich Rückschlüsse aufs ganze Gebäude. Die Ergebnisse flössen in die Gesamtbeurteilung der Mängel ein – „der Gemeinderat muss letztendlich beschließen, was insgesamt sinnvoll und wirtschaftlich ist“, erklärt Burkert. Für die Voruntersuchungen müssen in den beiden Räumen die kompletten Deckenverkleidungen entfernt werden.

Chemieraum bekommt professionellen Abzug

Die aktuellen Arbeiten komplettiert der Umbau eines naturwissenschaftlichen Klassenzimmers zum professionellen Chemieraum: Dort fehlt nur noch ein Abluftrohr, damit die Lehrer das sogenannte Digestorium in Betrieb nehmen können. Der Abzug befand sich bislang im gesperrten Bereich, wird für größere Versuche aber dringend gebraucht. In den Faschingsferien verlegen Arbeiter das Rohr nach draußen. Dann ist endlich wieder vollwertiger Chemieunterricht möglich.

Mehr über die aktuellen Arbeiten, die Hintergründe und die weitere Vorgehensweise in Sachen MiGy lesen Sie in der Printausgabe der GZ (Dienstagsausgabe) und im Epaper.

Das könnte dich auch interessieren: