Schulabschluss Schubart-Realschüler gehen ihre Zukunft zielstrebig an

Geislingen an der Steige / Isabelle Jahn 31.07.2017
Die Absolventen der Geislinger Schubart-Realschule können nach den Prüfungen erst mal verschnaufen. Doch im Herbst geht es schon weiter: Ausbildung oder Schule?

Anna Lena Schimmel (17)

aus Geislingen

„Ich werde beim Finanzamt in Göppingen eine Ausbildung zur Finanzwirtin machen. Mir war schon länger klar, dass ich kein Abitur machen werde, weil ich sowieso nicht studieren will. 15 Bewerbungen habe ich verschickt, bis es endlich geklappt hat. Schon am Anfang des Schuljahres bin ich zu Vorstellungsgesprächen und Aufnahmetests eingeladen worden. Ich bin froh, dass meine Eltern und Geschwister mir bei der Vorbereitung geholfen haben. Ich hoffe, dass mir die Ausbildung Spaß macht und ich bei meinen Kollegen gut ankomme.“

Svea Gnilka (17) aus Kuchen

„Ich werde aufs Sozialwissenschaftliche Gymnasium gehen. In drei Jahren will ich Abi machen und dann studieren – am liebsten Psychologie oder Medizin. Ich helfe gerne anderen Menschen und habe schon mehrere Praktika in Kliniken gemacht. In ein paar Jahren studiere ich dann hoffentlich, die Alternative wäre eine Ausbildung zur OP-Assistentin. Das wäre eine gute Überbrückung und würde meine Chancen steigern, irgendwann doch noch einen Studienplatz zu bekommen. Außerdem kann ich so weitere Erfahrungen in dem Berufsfeld sammeln.“

Jonathan Hetzy (16) aus Gingen

„Ich gehe aufs Technische Gymnasium in Göppingen, weil mir Mathematik und Physik liegen. Mein Vater ist Elektroingenieur, das hat mich sicher geprägt. Wir bauen gerade ein Haus, und da helfe ich mit, installiere zum Beispiel Lampen. Das bringt mir vielleicht auch für die Schule etwas, um die Theorie besser zu verstehen. Ich kenne bisher niemand anderen, der aufs TG geht. Aber es fällt bestimmt leichter, Freunde zu finden, wenn man mehr gemeinsame Interessen hat. Für die Zukunft hoffe ich, dass genug Elan fürs Lernen da ist, damit ich nach dem Abi studieren kann. Vielleicht wohne ich dann mal in einer WG, das stelle ich mir spannend vor.“

Annika Deppert (16)

aus Unterböhringen

„Von der siebten Klasse an habe ich schon gewusst, dass ich eine Ausbildung machen will. Aber jetzt, wo es so weit ist, bin ich mir doch nicht mehr sicher. Vielleicht gehe ich auch aufs Berufskolleg in Geislingen. Aber ich schaue mir nach wie vor Stellenanzeigen an. Ich sehe bei meinem Bruder – der macht eine Ausbildung zum Elektriker –  wie das ist, wenn man Geld verdient. Ich würde mir auch gerne einen Auto- und Motorradführerschein leisten können. Falls ich weiterhin in die Schule gehe, will ich auf jeden Fall einen 400-Euro-Job machen. Ich sehe mich später zwar im kaufmännischen Bereich, will aber auch nicht nur im Büro sitzen.“

Jana Seybold (16)

aus Unterböhringen

„Ich habe einen Platz am Sozialwissenschaftlichen Gymnasium bekommen. Darüber bin ich sehr froh, denn die Nachfrage war groß. Meine Noten sind aber gut, vielleicht bekomme ich sogar einen Preis. Lernen ist meine Leidenschaft. Das war aber nicht immer so: Früher war ich faul. In der neunten Klasse habe ich dann bemerkt, dass ich auch gute Noten schaffen kann, wenn ich lerne. Das ist wichtig, denn ich will später einmal etwas mit Medizin oder Psychologie machen. Ich träume von einem Doktortitel und davon, groß rauszukommen, zum Beispiel als beliebte Ärztin.“

Lars Wallner (16) aus Unterböhringen

„Ich mache eine Ausbildung zum Mechatroniker. Das ist was G’scheits. Ich will richtig schaffen, und mir ist wichtig, dass ich ein Ergebnis sehe. In dem Bereich habe ich vergangenes Jahr schon Praktika gemacht, dabei habe ich vieles ausprobieren dürfen. Auch im Technik-Unterricht in der Schule haben wir praktische Aufgaben bekommen, haben zum Beispiel ein Raketenauto gebaut. Das hat mir sehr viel Spaß gemacht, ich bin nicht so der Lerntyp. Mein Einkommen werde ich sparen, um mir später ein Auto und irgendwann ein Haus leisten zu können.“