Endlich geht es voran: Die Filstalbrücke wächst nun auch in die Horizontale. Die ersten 50 Meter sind ausbetoniert und die freischwebende Vorschubrüstung weiter übers Tal geschoben worden. Mehrere Tage musste der Beton für den ersten Abschnitt angefahren werden, zunächst für das U-förmige Unterteil und dann für den sogenannten Deckel. Der Beton härtet nun aus, zeitgleich wird die Verschalung für den zweiten Bauabschnitt an der Vorschubrüstung angebracht. In vier bis sechs Wochen sollen dann die nächsten 50 Meter der Brücke ausbetoniert werden.

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60 000 Tonnen Beton fließen in die Brücke


Auf knapp 15 Kilometern Länge erklimmt die ICE-Neubaustrecke die Schwäbische Alb. Bei Hohenstadt erreicht sie auf 746 Metern ihren höchsten Punkt. Der Großteil des Anstiegs wird im 8,8 Kilometer langen Boßlertunnel bewältigt – dem längsten entlang der Neubaustrecke. Bei Mühlhausen tritt die Trasse kurzzeitig an die Oberfläche, um das Filstal zu überbrücken. Der restliche Anstieg erfolgt im 4,8 Kilometer langen Steinbühltunnel.

 Die Filstalbrücke ist die dritthöchste Eisenbahnbrücke in Deutschland. Sie besteht aus zwei getrennten Tragwerken, die 485 und 472 Meter lang sind. Die Brückenhöhe beträgt an der Talsohle 85 Meter. Für den Bau werden 60 000 Kubikmeter Beton und 9000 Tonnen Stahl benötigt. Die Baukosten belaufen sich auf 53 Millionen Euro.