Gastkommentar Alexander Gonzalez: „Der Beruf muss Spaß machen“

Alexander Gonzalez.
Alexander Gonzalez. © Foto: Handwerkskammer
Kreis Göppingen / Alexander Gonzalez 24.08.2018
In einem Gastkommentar rät der Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Göppingen sich bei der Berufswahl auch ausgefallene Berufe anzuschauen. Wichtig sei, dass der Beruf Spaß mache.

Im Handwerk gibt es über 130 Ausbildungsberufe. Da ist durchaus für jeden etwas dabei. Und durch die Bank weg hat man in diesen Berufen so gute Karrierechancen wie noch nie, denn im Handwerk sind Fachkräfte händeringend gesucht. Fragt man Schüler nach ihrem Berufswunsch, kommen eigentlich immer dieselben Antworten. Entweder eine Ausbildung, die gerade „in“ ist oder weil sie der beste Freund oder die beste Freundin auch macht, oder aber weiter Schule / Studium, weil man sich mit dem Thema Ausbildung zu spät oder noch gar nicht beschäftigt hat. Warum sich aber nicht mal für etwas Spezielles entscheiden und dadurch zur gefragten Fachkraft werden? Gut: Bootsbauer oder Thermometermacher kann man jetzt nicht unbedingt an jeder Ecke lernen. Edelsteinschleifer vielleicht auch nicht. Aber was wäre denn, wenn man als Fachkraft für Speiseeis mit seinen Kreationen erfolgreich wird? Ein vielfältiger Beruf, bei dem es nicht ausschließlich nur ums Eis herstellen geht. Oder aber auch Weintechnologe. Guter Wein wird immer getrunken. Aber auch Textilreiniger sind gefragte Leute. Seltene Berufe finden wir aber mittlerweile auch gleich um die Ecke: Wer entscheidet sich denn heutzutage, Bäcker oder Metzger zu erlernen? Was machen wir in Zukunft, wenn es diese Fachleute nicht mehr gibt? Oder aber auch Raumausstatter und Sattler? Für welchen Beruf sich ein junger Mensch auch immer entscheidet – er muss Spaß machen und einem liegen. Dabei helfen Praktika in Betrieben weiter. Dort hat man den besten Einblick und merkt gleich, ob es einem liegt oder nicht. Das notwendige Interesse natürlich vorausgesetzt. Dabei spielt auch das Elternhaus eine wichtige Rolle. Übrigens: Genannt wird hier die männliche Berufsbezeichnung – gemeint sind aber natürlich auch Mädchen, die im Handwerk sehr willkommen sind.

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