Biomarkt Denn’s soll im Sommer in Geislingen eröffnen

Der Kreisarchäologe untersucht die Funde am Wilhelmsplatz.
Der Kreisarchäologe untersucht die Funde am Wilhelmsplatz. © Foto: Markus Sontheimer
Geislingen / IJA 12.10.2018
Der Bau des Biomarkts auf dem Wilhelmsplatz könnte starten – wenn die archäologischen Funde nicht wären.

„Die Fertigstellung des Objektes mit anschließender Eröffnung des Denn’s Biomarktes ist bis zum Sommer des kommenden Jahres geplant.“ Auf die Frage nach dem Fortschritt des Vorhabens, eine Denn’s-Filiale auf dem Geislinger Wilhelmsplatz zu errichten, nennt Dirk Grube dieses Ziel. Er ist geschäftsführender Gesellschafter des Dienstleistungsunternehmens Proconcept, das das Grundtück zwar an einen Eigentümer aus dem Allgäu abgegeben habe. Der wolle den Bau als Bauunternehmer selbst realisieren und schließlich an Denn’s vermieten. Proconcept sei aber nach wie vor in die Abwicklung involviert, erklärt Grube.

Wann der Bau der Filiale beginnen soll, darüber macht Grube jedoch keine Aussage. Reste der Stadtmauer und Teile des Seelhauses, einem in den 1960er Jahren abgerissenen Gebäude, wurden freigelegt – das sind Neuigkeiten, bei denen sich Kreisarchäologe Dr. Reinhard Rademacher und sein Team die Hände reiben. Bei Grube hingegen hält sich die Freude in Grenzen: „Natürlich wird sich der Bau verzögern.“

Die Existenz der denkmalgeschützten Bauten sei zwar vor den Grabungen bekannt gewesen, sagt Grube. Wie lange man deswegen noch mit dem Bau des neuen Gebäudes für den Biomarkt warten müsse, hänge aber von der Beurteilung des Denkmalschutzamtes und der weiteren Vorgehensweise ab.

So gibt es zum Beispiel die Möglichkeit, die Funde ausschließlich zu dokumentieren – was Kreisarchäologe Rademacher für ausreichend hält (wir berichteten). Aufwendiger wäre, Teile zu entnehmen, um sie zu sichern. Erst wenn diesbezüglich Klarheit herrsche, könne auch das auf dem Wilhelmsplatz stehende Trafo­haus entfernt werden, erklärt Grube. Eine neue Station werde an der Eberhardstraße errichtet.

Aus baurechtlicher Sicht steht einem Baubeginn jedenfalls nichts mehr entgegen, wie Irene Cziriak mitteilt, die bei der Stadtverwaltung das Sachgebiet Baurecht, Stadtsanierung und Denkmalschutz leitet.

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