Auftritt Das Publikum in Musik eingehüllt

Der Männerchor Amstetten beweist beim Konzert in der Erlöserkirche Sangeskraft.
Der Männerchor Amstetten beweist beim Konzert in der Erlöserkirche Sangeskraft. © Foto: Patricia Jeanette Moser
Amstetten / Patricia Jeanette Moser 22.01.2018

„Das war ein Meisterstück“, sagte Peter Laupheimer, Vorsitzender des Männerchors Gesangverein Amstetten. Sein Lob galt dem musikalischen Leiter des Chorkonzerts am Samstagabend in der Erlöserkirche in Amstetten, Christian Vogt. Eine feine Liedauswahl und eine treffliche Inszenierung wurden ihm vielfach bestätigt. Bravo-Rufe und tosender Applaus zollten den zahlreichen Musikern Anerkennung.

Das Programm „Vor langer Zeit in Bethlehem“ widmete sich ganz der Weihnachtszeit. Ein stattlicher, leuchtender Christbaum und die Krippe boten eine festliche Kulisse. Mit einem Lichtertanz und einem Lied eröffneten die acht Mädchen des Kinderchors Allegro-Kids aus Amstetten unter der Leitung von Michaela Peters das Konzert. Das Publikum applaudierte. Sangeskraft und Sangesfreude in allen Altersklassen zeigten an dem Abend der Gemischte Chor Suppingen und der Männnerchor Gesangverein Amstetten. Viel Gefühl transportierte der Suppinger Chor mit internationalen Liedern. Das „Ave Glöcklein“ und „Luleise Gottessohn“ brachten Soli aus dem Sopran. Der Männerchor schaffte Genussmomente mit „Dona pacem“ und einem gesungenen „Vaterunser“.

Publikum lobt mit Applaus

Der Gemischte Chor Allegros, in Vertretung für Monika Simon ebenfalls unter der Leitung von Christian Vogt, präsentierte Klassiker wie „Halleluja“ von Leonard Cohen. Der Kirchenchor Amstetten, geleitet von Cornelia Schmid-Fink, bildete ein weiteres Ensemble aus der musikalischen Amstetter Riege.

Vogt stellte professionelle Künstler an die Seite der Chöre, was die Sänger sichtlich anspornte und ihre Leistung steigerte. Verena Meurers-Zeiser begleitete die Chöre stimmungsvoll an der Harfe und überzeugte in mehreren Soli. Hans Werndl am Saxofon und Martin Straub am Klavier begeisterten nicht nur bei
„Sleigh Ride“ von Leroy Anderson. Werndl baute zwischendurch eine Klezmer-Melodie ein. Der Amstetter Kirchenchor sang Psalmen aus der Deutschen Messe von Franz Schubert.

Nach fast zwei Stunden Musikgenuss vereinte Chorleiter Vogt alle Musiker im Kirchenraum. Gesang kam vom Altarraum, von den Seitenreihen, aus dem Hintergrund und von der Empore. Das Publikum wurde geradezu eingehüllt in Musik und belohnte die Sänger dafür mit tosendem Applaus. „Der Chorgesang ist eine Bereicherung in meinem Leben“, sagte Karl-Heinz Fösinger, der seit 57 Jahren im Chor singt.