Geislingen Das MiGy wird wieder zur Baustelle

Geislingen / Kathrin Bulling 21.08.2018
Die Technik im Geislinger Michelberg-Gymnasium funktioniert immer noch nicht, wie sie soll. Weitere Arbeiten werden nötig für den Brandschutz und ein besseres Raumklima.

Das Michelberg-Gymnasium bereitet Stadtverwaltung und Schulgemeinschaft weiterhin Probleme: Wie Hochbauamts-Mitarbeiter Joachim Burkert jetzt mitteilt, sind noch einmal Bauarbeiten mitten im Gebäude nötig: Die Feuerwiderstandsklassen der beiden großen Glastüren zum NwT-Bereich (Naturwissenschaft und Technik) und der Bibliotheks-Glaswände sind zu niedrig; sie müssen ausgetauscht werden.

„Das hätte der Brandschutzsachverständige eigentlich gleich beim Umbau sehen müssen“, sagt Burkert dazu. Die Arbeiten dürften sich vor allem im Bibliotheksbereich länger hinziehen: Die Glasflächen müssen ausgebaut und dafür die Decken geöffnet werden. Wann es losgeht, steht noch nicht fest. Der Gemeinderat beschäftigt sich im Herbst mit dem Thema – dann könne man auch mehr über die Kosten sagen, erklärt Joachim Burkert.

Im E-Paper sowie der gedruckten Ausgabe der GEISLINGER ZEITUNG (Mittwochsausgabe) gehen wir auf alle wichtigen Fragen zum MiGy ein und schildern aktuelle Probleme und Lösungen in unserer Reportage.

Sanierung des MiGy: Endlos-Geschichte mit viel Potenzial für Ärger und Frust

Die Sanierung des MiGy dauerte von 2014 bis September 2016 und kostete zum aktuellen Stand rund 21 Millionen Euro. Architekt Horst Höfler, der auch den Fachplaner und den Brandschutzsachverständigen mitbrachte, steht bei Verwaltung, Gemeinderat und Öffentlichkeit gleichermaßen enorm in der Kritik. Dem Fachplaner kündigte die Stadt im November 2017, weil er Mängel nur schleppend und unbefriedigend beseitigte. In vielen Fällen holte die Verwaltung eine Zweitmeinung ein. Geprüft werden rechtliche Schritte wegen der immensen Kostensteigerungen und Verzögerungen.

OB Frank Dehmer spricht von einer „schlecht geplanten und schlecht umgesetzten“ Sanierung. Zu den zuletzt hinzu gekommenen Brandschutzmängeln sagt er: „Keine Ahnung, ob wir beim MiGy die Seuche ­haben.“ Natürlich gehe man davon aus, dass man sich auf den Sachverständigen verlassen könne. „Wir wollen das ungern auf uns sitzen lassen. Wir möchten für unser Geld natürlich, dass die Dinge funktionieren.“

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