Ferienprogramm  Science Camp: Konzept ist aufgegangen

Ja, wie funktioniert das nun? Junge Tüftler und kleine Wissenschaftler treffen sich jährlich in den Sommerferien im Science Camp. Dort gibt’s spannende Dinge zu entdecken und zu entwickeln. Die Nachfrage nach diesem Ferienprogramm ist riesig.
Ja, wie funktioniert das nun? Junge Tüftler und kleine Wissenschaftler treffen sich jährlich in den Sommerferien im Science Camp. Dort gibt’s spannende Dinge zu entdecken und zu entwickeln. Die Nachfrage nach diesem Ferienprogramm ist riesig. © Foto: Rainer Lauschke
Geislingen / Angelina Neuwirth 10.07.2018
Das „Science Camp“ ist voll ausgebucht.  Nicht jeder kann teilnehmen. Organisator Daniel Müller erklärt, warum die Freizeit so gefragt ist.

Im Sommer findet die bereits neunte Auflage des „Science Camp“ statt – „wobei die Zählung etwas schwierig ist, da wir inzwischen rund um das Jahr ganz unterschiedliche Camps und Ausflüge anbieten“, sagt Daniel Müller vom Verein Educat, der diese Veranstaltungen austrägt. Die Anmeldungen für dieses Jahr sind so in die Höhe geschossen, dass viele Kinder auf der Warteliste landeten. Über das Erfolgsgeheimnis der Freizeit sagt Müller: „Wir nehmen alle Kinder und ihre Bedürfnisse ernst. Und wir sind überzeugt, dass Lernen und Erforschen von Neuem Spaß machen. Das gilt auch für uns im Team, wir probieren immer wieder Neues aus und wollen das Science Camp jedes Mal wieder zu einem einzigartigen Erlebnis für alle machen.“

Die Altersspanne der Teilnehmenden erstreckt sich von sechs bis 14 Jahren. Dabei wird es zu einer Herausforderung, komplexe Themen für alle ansprechend zu gestalten. „Das bedeutet eine Menge Vorbereitung. Wir haben hohe Ansprüche an uns und an unser Programm, das Ausflüge und ganz unterschiedliche Workshops beinhaltet. In erster Linie braucht es ein motiviertes und engagiertes Team, das dies alles plant, vorbereitet und durchführt sowie eine ausreichende Finanzierung“, berichtet Müller.

Betreuer noch gesucht

Die Plätze für Teilnehmer für dieses Jahr seien komplett ausgeschöpft, was aber nicht heißt, dass sich gar niemand mehr für das Science Camp anmelden kann. „Wir freuen uns über Zuwachs bei den Betreuern zwischen 16 und 30 Jahren. Voraussetzung ist Spaß daran, sich mit neuen Themen zu beschäftigen, Lust auf die Arbeit in einem Team und vor allem Freude und Respekt in der Arbeit mit Kindern“, beschreibt Daniel Müller, welche Voraussetzungen Betreuer mitbringen sollen. Und nicht nur auf der Suche nach mehr Helfern ist das Team vom Science Camp: Auch ein oder mehrere Lagerplätze sind vonnöten. „Auf der einen Seite wären wir froh, überhaupt bis zum Sommer einen Lagerplatz wie eine Garage oder Scheune zu finden, in der wir unsere Materialien trocken lagern können. Andererseits würden wir uns freuen, auch einen Ort zu finden, an dem wir kleinere Veranstaltungen durchführen können.“ Trotz der Beliebtheit, der sich das Science Camp erfreut, haben die Veranstalter nicht vor, mehr Teilnehmerplätze anzubieten. „Uns fällt es jedes Mal schwer, Anmeldungen ablehnen zu müssen. Für uns hat sich jedoch gezeigt, dass wir mit unserer momentanen Größe einen Punkt erreicht haben, der sehr gut passt. Unserem Anspruch, auf alle Kinder individuell eingehen zu können, würden wir sonst nicht mehr gerecht. Wir versuchen aber unsere Angebote zu erweitern, unter anderem durch mehrere Veranstaltungen übers Jahr. Wir hoffen dadurch, jedem die Chance zu geben, mal bei uns dabei zu sein“, erklärt Müller. Für das kommende Jahr gebe es noch kein Thema, jedoch bleibe es generell bei Themen, die einen wissenschaftlichen Bezug haben.

Neues ausprobieren

 Immer mehr Teilnehmer, von denen ein Großteil wieder kommt, sprechen dafür, dass das Konzept des Science Camp funktioniert. Das Team um Daniel Müller ist für die kommenden Jahre damit beschäftigt, den Aufbau der Freizeit immer weiter zu verbessern und immer wieder etwas Neues auszuprobieren. Dieses Jahr sollen insbesondere für die älteren Teilnehmenden noch mehr Auswahlmöglichkeiten im Programm geschafft werden. Das Einzugsgebiet der Teilnehmer variiere je nach Art der Freizeit, sagt Müller. „Zur Tagesfreizeit kommen die meisten Kinder aus dem näheren Umfeld, von Salach bis Aufhausen. Aber wenn es für mehrere Tage weg geht, dann kommen die Teilnehmer auch aus Ulm oder Stuttgart zu uns.“

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