Bereits im Februar hat es der Gemeinderat beschlossen: Die mit dem Holzschutzmittel PCP belasteten Wand- und Deckenelemente in der Stadtbadturnhalle sollen raus, damit die Schadstoffbelastung in der Luft auf Dauer sinkt (wir berichteten). Nähere Angaben zu den Kosten konnte Stadtbauamtsleiter Karl Vogelmann damals noch nicht machen.

Bei der jüngsten Gemeinderatssitzung kam nun eine ­­konkrete Zahl auf den Tisch: 250 000 Euro wird die Stadt wohl für die PCP-Sanierung in das Obergeschoss des ehemaligen Stadtbads investieren müssen – ein Gebäude, dessen Zukunft alles andere als rosig aussieht.

Messwerte immer noch zu hoch

„Wir kommen nicht umhin“, meinte Oberbürgermeister (OB) Frank Dehmer. „Es gibt eine große Unsicherheit bei Eltern, Lehrern und Schülern.“ Denn, obwohl  die Halle in den vergangenen Monaten verstärkt gelüftet und intensiver gereinigt worden ist, liegt die PCP-Belastung immer noch leicht über dem Richtwert I, dem sogenannten Vorsorgewert. Das Gesundheitsamt empfiehlt die Sanierung ausdrücklich.

„Ein heikles Thema“

Die Stadträte beschlossen die Sanierung, die vom Beginn der Pfingstferien bis zum Beginn des neuen Schuljahrs dauern soll, einstimmig  – wenn auch nicht unbedingt mit einem guten Gefühl. „Es ist ein heikles Thema, bei dem ich hin- und hergerissen bin“, brachte es Benedikt Dörrer (Grüne) auf den Punkt. Auf der einen Seite sei die Gesundheit ein „hoher Wert“, auf der anderen Seite stecke man „einen großen Batzen Geld in altertümliche Bausubstanz“.

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