Konzert Dannemann präsentiert Bluesrock auf Schwäbisch

Werner Dannemann rockt die Rätsche. Diesmal auf Schwäbisch.
Werner Dannemann rockt die Rätsche. Diesmal auf Schwäbisch. © Foto: Heidemann
Konstantin Heidemann 28.12.2017

Proppenvoll war der Schlachthofsaal der Geislinger Rätsche, als Werner Dannemann and Friends am Samstag die Bühne betraten. Die schwäbische
Blues- und Rock-Ikone mit Band wurde von den Gästen schon sehnsüchtig erwartet.

Vor allem neugierig auf das schwäbische Programm hatten sich die Fans schon vorzeitig in den vorderen Reihen platziert. Mit „Schwoab“, „Meditier“ und „Schdedd“, alles bluesige Rocksongs aus dem neuen Album
„I brauch Lux“, eröffnet der Altmeister mit seinen Kollegen zum x-ten Mal sein alljährliches Weihnachtskonzert in der Geislinger Rätsche. Nur ist diesmal der
Bluesrock mit schwäbischen
Texten versehen, der von Anfang an gute Stimmung im Saal aufkommen lässt.

In der Besetzung mit Martin Huber und Frank Bittermann starten die Bluesrocker ihr noch ungewohnt neues Programm. Querbeet handeln die Texte vom alltäglichen Wahnsinn bis zum politischen Highlight. „Schmusa“, der letzte Song im ersten Set,
erinnert dagegen wieder an sehr persönliche Empfindungen des Sängers.

Dafür klingt Runde zwei wieder etwas vertrauter, denn da fluten alte geniale Blues- und Rockklassiker, nach Dannemann Manier gespielt, den Saal erneut. Der schwäbische Rockmeister lässt wie immer nichts anbrennen und holt zum Finale noch seinen Saxofonisten und Bluesharper mit auf die Bühne. Was auch immer bei Bob Dylans Klassiker „All along the Watchtower“ als Zugabe der Kasper zum Dieb sagt (natürlich auch auf Schwäbisch) – es ist auf jeden Fall eine Riesenkonfusion, wenn Dannemann singt: „Ond dann hoißt es no, die saufat no mein Wein weg.“

Egal, den Schlachthofbesuchern scheint diese schwäbische Version beim vorweihnachtlichen Konzert Riesenspaß zu bereiten. Mit der vierköpfigen Formation Acoustic Power im Vorprogramm war der Abend im Geislinger Schlachthof jedenfalls perfekt gelungen.