Die meisten Menschen in Geislingen halten sich an die Corona-Regeln – es gibt aber immer wieder auch Verstöße: Seit Beginn der Kontakbeschränkungen aufgrund der Corona-Pandemie am 23.3.20 wurden in Geislingen an 51 Tagen insgesamt 504 Fälle festgestellt, in denen ein Bußgeldverfahren eingeleitet wurde. Dies teilt die Stadtverwaltung auf Nachfrage mit. Das heißt, dass im Schnitt pro Tag 9,8 Fälle im gesamten Stadtgebiet Geislingen, inklusive Teilorten, zur Anzeige gebracht wurden. Berücksichtigt wurden alle Ordnungswidrigkeitenanzeigen, die sowohl durch den städtischen Gemeindevollzugsdienst als auch durch die Polizei bei der Bußgeldstelle zur Anzeige gebracht wurden.

Corona-Verstöße in Geislingen: Im Schnitt zehn Anzeigen pro Tag

„Bezieht man diese 9,8 Fälle nun noch auf unsere Einwohnerzahl von derzeit 28.228 Einwohnern, so sprechen wir hier somit im Schnitt von Verstößen in Höhe von 0,035 Prozent pro Tag. Also ein äußerst niedriger Wert“, erklärt Philipp Theiner, Leiter des Geislinger Ordnungsamts. Im Vergleich zu Städten vergleichbarer Größe wie etwa Göppingen mit um die 330 Verstößen (Stand: 5.5.20), gab es in Geislingen wiederum weitaus mehr Anzeigen.

Hauptsächlich wurde Kontaktverbot ignoriert

In den allermeisten Fällen (455) waren Gruppen mit zu vielen Personen entgegen den Vorgaben aus der Coronaverordnung heraus im öffentlichen Raum unterwegs. In 35 Fällen handelte es sich um zu große Gruppen im privaten Bereich. Auch an die Maskenpflicht hielten sich nicht alle Bürger in Geislingen: In sieben Fällen trugen Menschen dort, wo es vorgeschrieben ist, keine Mund-Nasen-Bedeckung.
In fünf Fällen haben Betreiber die Vorgabe ignoriert, dass sie ihre Einrichtungen aufgrund des Infektionsschutzes vorübergehend geschlossen halten müssen. In zwei Fällen wurden Hygieneauflagen für Einrichtungen beziehungsweise Betriebe ignoriert.
Insgesamt wurden in 21 Fällen Wiederholungstäter festgestellt, für die dann deutlich höhere Bußgelder fällig wurde.