Obwohl die Corona-Ausgangssperre in Göppingen und Umgebung von der Bevölkerung weitgehend respektiert wird, gab es im Landkreis am Montag (Stand 15.29 Uhr) bereits 193 gemeldete Corona-Infektionen. Am Freitag waren es noch 110 Fälle gewesen. Allein am Sonntag kamen 36 Erkrankungen hinzu, von denen mindestens fünf stationär in den Alb-Fils-Kliniken behandelt werden.

Da sich die Daten aber ständig ändern, würden bei laufenden Aktualisierungen nicht jedes Mal Pressemitteilungen verschickt, sagte eine Sprecherin des Landratsamts am Freitag. Stattdessen wolle man auf der Internet-Seite des Gesundheitsamts (www.landkreis-goeppingen.de/start/_Aktuelles/coronavirus) jeweils den Stand bekannt geben. Auf der Seite gibt es auch weitere Informationen für Erkrankte und Kontaktpersonen sowie zu wichtigen Verhaltensregeln.

Am Montag kam vom Landratsamt dann eine Bitte um weitere Klarstellung, da man sich offenbar missverstanden fühlte: „Aufgrund der aktuellen Lage ist es uns nicht möglich, die Pressevertreter über alle Änderungen hinsichtlich der aktuellen bestätigten Corona-Fälle aktiv zu informieren, da diese Zahl sich laufend ändert, sobald neue Ergebnisse aus den Laboren eintreffen. Daher aktualisieren wir die Zahl der Corona-Infizierten auf unserer Homepage regelmäßig und lassen Ihnen die Zahl auf Nachfrage gerne zukommen“, so das Büro des Landrats. Weiterhin werde man regelmäßig im Rahmen von Pressemitteilungen die aktuellen Zahlen sowie weitere relevante Informationen veröffentlichen und über die aktuelle Lage informieren, hieß es.

Aufnahme in Zelten: Klinik-Haupteingang geschlossen

Am Eingang der Klinik am Eichert war am Donnerstag ein zweites Zelt für die Aufnahme von Corona-Fällen aufgebaut worden. Laut Kliniksprecher Frank Westbomke handelte es sich um eine planmäßige Maßnahme zum Schutz gegen möglicherweise aufkommenden Regen. Bereits einige Tage zuvor war zur Vorbereitung auf die Corona-Krise ein erstes Zelt errichtet worden. Der Haupteingang ist aus Gründen der Sicherheit und Hygiene für Besucher geschlossen. Kranke und Verletzte müssen über die Liegendeinfahrt eingeliefert werden oder via Notaufnahme zu Fuß ins Haus kommen, um wichtige Behandlungen wie Chemotherapien wahrnehmen zu können, hatte die Klinik Mitte der Woche mitgeteilt.

Ausgangssperre Göppingen Beschränkungen werden respektiert

Göppingen

124 Corona-Fälle im Alb-Donau-Kreis

Auch der Alb-Donau-Kreis hat inzwischen zwei externe Corona-Testzentren eingerichtet. Auf dem Volksfestplatz in Ulm und dem Ehinger Festplatz werden allerdings nur Personen getestet, die eine schriftliche Überweisung von ihrem Hausarzt vorweisen können. Abstriche auf Wunsch gibt es keine, weil dazu die Kapazitäten fehlen. 150 bis 200 Patienten sollen pro Tag untersucht werden können. Nach drei bis vier Tage sollen die Ergebnisse vorliegen. Wer unsicher ist, sollte daher zuerst telefonisch Kontakt mit dem Hausarzt aufnehmen beziehungsweise den Ärztlichen Bereitschaftsdienst unter 116 117 anrufen.

Im Alb-Donau-Kreis und Ulm lag die Zahl der bestätigten Corona-Fälle am Samstag, 18 Uhr, bei 124, im Landkreis Heidenheim bei 60 (Stand Sonntag, 12 Uhr).

Polizei schließt Geschäfte

Im Rahmen der Auflagen wegen der Corona-Pandemie hat die Polizei am Wochenende Kontrollen durchgeführt. Dabei wurden unter anderem in Göppingen ein Friseur und ein Kosmetikstudio geschlossen, in Geislingen zwei Friseurgeschäfte.

In Geislingen lösten Polizisten am Samstagabend bei einer Schule auch eine achtköpfige Gruppe von Jugendlichen auf. Sie mussten ihren Weg anschließend in Kleingruppen getrennt fortsetzen.

Corona Ausgangssperre und Kontaktverbot 20 Personen flüchten aus Pizzeria in St. Georgen

St. Georgen