Straßenbau B 10 und A 8 fest eingeplant

Protestplakat an der alten B 10: „Vergesst Geislingen nicht!“
Protestplakat an der alten B 10: „Vergesst Geislingen nicht!“ © Foto: Markus Sontheimer
Raum Geislingen / Karsten Dyba 03.12.2016

Der Bundestag hat die Ausbaugesetze beschlossen und damit den Bundesverkehrswegeplan auf den Weg gebracht. Er sei nun rechtskräftig, verkündete gestern der Böhmenkircher Bundestagsabgeordnete Hermann Färber. Wichtig für den Raum Geislingen: Der Neubau der Bundesstraße 10 bis Geislingen Ost und der neue Albaufstieg der Autobahn 8 zwischen Mühlhausen und Hohenstadt sind sind im Planwerk enthalten, allerdings mit unterschiedlichen Prioritäten. Als „fest disponiert“ ist der A 8-Albaufsteig eingestuft sowie der Abschnitt der neuen B 10 bis Gingen Ost, der derzeit gebaut wird und 2018 fertig sein soll. Im sogenannten vordringlichen Bedarf steht dann der weitere Abschnitt von Gingen Ost vorbei an Kuchen bis Geislingen Mitte (Neuwiesen). Die selbe Priorität genießt übrigens auch die Ortsumgehung von Färbers Heimatort Böhmenkirch. Alle diese Projekte können in den nächsten 15 Jahren geplant und gebaut werden. Eine Stufe weniger dringlich erscheint dem Bund dagegen der letzte Abschnitt der B 10 neu bis Geislingen Ost durch den Schildwachttunnel. Dieses Neubauprojekt, das Geislingen vom Verkehr entlasten soll, steht im sogenannten vordringlichen Bedarf, erhält aber zumindest ein Planungsrecht, sodass mit den Planungen begonnen werden darf.

Die SPD-Bundestagsabgeordnete Annette Sawade, die im Verkehrsausschuss sitzt, habe noch versucht, sich für die B 10 einzusetzen, berichtete vergangene Woche die Göppinger SPD-Abgeordnete Heike Baehrens. Doch es bleibt bei derselben Einstufung wie im zuvor gültigen Bundesverkehrswegeplan 2015. Während Baehrens dies als unbefriedigend empfindet, verkündet Färber, die Region könne mit dem Ergebnis zufrieden sein. „Da dieser Plan im Unterschied zu seinen Vorgängern keine Wünsch-Dir-was-Liste ist, sondern auf die Finanzierbarkeit geachtet wurde, bedeutet das einen echten Fortschritt. Wichtig ist in den kommenden Jahren, dass auf Landesebene nun die Planungen mit Hochdruck vorangetrieben werden“, so Färber.  Er wolle, dass der Raum Geislingen davon profitiert, in Zukunft mehr Geld zur Verfügung steht und baureife Projekte vorgezogen werden. Karsten Dyba

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