Kreis Göppingen Bundestagswahl: Leser fragen – Kandidaten antworten

Am 24. September ist Bundestagswahl.
Am 24. September ist Bundestagswahl. © Foto: dpa
Kreis Göppingen / SWP 01.09.2017

Ingrid Kasper aus Göppingen fragt: Welche Ideen haben Sie, um das unbefriedigende Pflegesystem von Grund auf zu reformieren, und wie wollen Sie möglichst rasch den Altenpflegeberuf attraktiver gestalten?

Hermann Färber (CDU): Mehr Geld, zusätzliches Personal und eine moderne Ausbildung. Künftig werden Auszubildende zwei Jahre lang generalistisch geschult. Dann können sie wählen, ob sie einen allgemeinen Abschluss anstreben oder sich auf Alten- beziehungsweise Kinderkrankenpflege spezialisieren, und das Schulgeld entfällt.

Heike Baehrens (SPD): Meine vielen Ideen zum Thema Pflege sind in 300 Zeichen nicht zu fassen. In der Frankfurter Rundschau am 17. Mai habe ich mit 2143 Zeichen beschrieben, worauf es ankommt. Der Artikel ist auf meiner Homepage zu finden oder über mein Bürgerbüro im Roth-Carree (Telefon 07161 9883546) zu bekommen.

Dietrich Burchard (Grüne): Zuerst müssen wir die Bürgerversicherung einführen um die Kosten für Gesundheit und Pflege auf mehr Schultern zu verteilen. Dann ist auch eine bessere personelle Ausstattung in diesen Bereichen möglich. Die wichtige und wunderbare Arbeit der Pflegenden muss durch deren Entlastung unterstützt werden.

Hans-Peter Semmler (FDP): Pflegende tragen große Verantwortung. Das muss sich beim Gehalt widerspiegeln und durch eine hohe gesellschaftliche Wertschätzung/Würdigung der Pflege. Eine Besserung schafft weniger Bürokratie/Dokumentation, steuerliche Entlastungen bei häusl. Pflege oder ein Ausbau d. Hospizwesen/Palliativmedizin.

Volker Münz (AfD): Die Pflege unserer alten Menschen ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe und sollte uns mehr wert sein. Die AfD will die Vergütung der Pflege durch Angehörige und die Entlohnung von Pflegepersonal durch Umschichtung staatlicher Mittel aufstocken. Der Personalschlüssel muss verbessert werden.

Christel Beck (MLPD): Ich setze mich für die 30 Stundenwoche bei vollem Lohnausgleich und den Kampf für höheren Lohn ein. Damit der Mensch im Mittelpunkt steht, brauchen wir eine von Ausbeutung und Unterdrückung befreite Gesellschaft. Das ist für mich der echte Sozialismus.

Konstantinos Katevas (Linke): Das Gesundheitswesen muss komplett neu reformiert werden, dazu gehört auch dass alle in eine einheitliche Krankenversicherung einzahlen. Wir brauchen viel mehr & besser bezahltes Personal. Krankenhaus und Alterspflege dürfen nicht gewinnorientiert arbeiten, sondern als Daseinsvorsorge aller dienen.

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