Kreis Göppingen Bündnis arbeitet Nazi-Gegenkundgebung auf

Alex Maier kritisiert die mangelnde Geschlossen- heit der Nazi-Gegenveranstaltungen.
Alex Maier kritisiert die mangelnde Geschlossen- heit der Nazi-Gegenveranstaltungen.
Kreis Göppingen / PM 28.11.2012
Das Bündnis "Kreis Göppingen Nazifrei" möchte die Zusammenarbeit der demokratischen Kräfte in Stadt und Kreis gegen Nazis verbessern.

Das Bündnis "Kreis Göppingen Nazifrei" hat in den Wochen nach der Neonazi-Demo und der Gegenkundgebung des Bündnisses in drei Sitzungen die Ereignisse vom 6. Oktober besprochen und aufgearbeitet. Während die eigene Kundgebung mit knapp 1000 friedlichen Teilnehmern als Erfolg gewertet wurde, gibt es Kritik an der mangelnden Geschlossenheit, mit der die verschiedenen Gegenveranstaltungen organisiert wurden, heißt es in einer Pressemitteilung.

"Wir waren uns einig, dass in Zukunft in Göppingen alle an einem Strang ziehen müssen, wenn wir uns weiterhin erfolgreich gegen Rechts stellen wollen", erklärt Bündnissprecher Alex Maier. "Dazu möchten wir Gespräche mit der Stadtverwaltung, der Polizei und den Vertreter des Stadtrats führen", so Maier. "Das Bündnis möchte eine gute Zusammenarbeit sowie ein geschlossenes Auftreten aller demokratischen Kräfte in Stadt und Kreis erreichen", erläutert Maier. Bei den Bündnistreffen ging es auch um die zukünftige Struktur des Bündnisses und um mögliche Veranstaltungen. So wurde beschlossen, dass jeder Stimmberechtigte die Basis-Erklärung unterschreiben muss. Darin bekräftigt das Bündnis unter anderem, dass es jegliche Gewalt ablehnt und sich zur freiheitlich-demokratischen Grundordnung bekennt, heißt es in der Mitteilung weiter.

Bestürzt zeigte sich das Bündnis darüber, dass die Autonomen Nationalisten den Volkstrauertag zu einem "Heldengedenken" mit etwa 20 Personen in den Oberhofenanlagen missbrauchten, während auf dem Synagogenplatz die Gedenkkränze für die Novemberpogrome umgeworfen wurden. "Wir finden es traurig, dass man auch heute noch jüdische Gedenkorte und Einrichtungen schützen muss. Beide Vorfälle zeigen, wie wichtig es ist, dass sich die Menschen weiterhin dem Rechtsextremismus entgegenstellen", meint Maier.

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