Freizeit Bücher und Spiele weitergeben anstatt wegwerfen

Türkheim / Isabelle Jahn 14.03.2018

Bücherwürmer dürfen sich auf neuen Lesestoff freuen und zwar kostenlosen: In Türkheim startet am kommenden Samstag, 17. März, ein Büchertausch. Von 9 bis 11 Uhr können im alten Schulhaus in der Schulgasse 2 gelesene Bücher abgegeben und auch mitgenommen werden. Außerdem können auch gebrauchte Zeitschriften, DVD, CD und Brettspiele getauscht werden. Der Raum soll nicht nur einmalig, sondern dauerhaft montags bis freitags von 9 bis 17 Uhr und donnerstags von 9 bis 20 Uhr für diesen Zweck offen stehen.

Damit Bücher und andere Spenden angenommen werden, gibt es einige Kriterien: Die Tauschware muss gut erhalten sein, Brettspiele und Puzzle müssen vollständig sein. Willkommen sind Bücher aller Genres und nicht älter als aus den 1990er Jahren. Nicht angenommen werden Basar- und Trödelreste, Buch­clubausgaben (zum Beispiel Bertelsmann oder Reader Digest), die älter als fünf Jahre sind sowie verschmutzte, stark vergilbte, beschädigte oder stark beschriebene und markierte Bücher. Ebenfalls abgelehnt werden Bestände aus öffentlichen Bibliotheken, Fachbücher, die älter als zehn Jahre sind, Computer-Fachbücher, älter als vier Jahre, und Reiseführer, die älter als fünf Jahre sind. Zeitschriften werden nur nach Absprache angenommen. Von der Annahme ausgeschlossen sind auch Bücher mit rassistischem, gewalt- oder kriegsverherrlichendem Inhalt.

Raum lädt zum Aufenthalt ein

Ein Tisch und Stühle in dem frisch renovierten Raum laden dazu ein, auch vor Ort Bücher zu lesen oder Spiele zu spielen, erklärt Türkheims Ortsvorsteher Heinz Mekle. Er freut sich, dass der Raum, der bis zur Schließung der Schule im Jahr 1975 für eine Bücherei und danach eine zeitlang als Aufenthaltsraum für die Feuerwehr diente, wieder seinem ursprünglichen Zweck nahe kommt.

Die Übersicht darüber, was künftig in den Regalen landet, behält Bärbel Dillinger aus Türkheim. Da der aus dem Budget des Geislinger Stadtbezirks finanzierte Bücherraum nicht die ganze Zeit über beaufsichtigt wird, setzt Heinz Mekle aber vor allem auf das Vertrauen in die Bürger. „Wenn es nicht funktionieren sollte, müssten wir die Öffnungszeiten einschränken“, macht der Ortsvorsteher deutlich. Die Resonanz sei bereits vor dem Start sehr gut: „Es warten schon Etliche darauf, dass sie ihre Bücher bringen können.“