Das Haus ist Mittelpunkt und Anker. Es existiert wirklich und steht in der historischen Altstadt von Ellwangen. Gleichzeitig ist seine über 600-jährige Geschichte und die Geschichten, die sich in ihm im Laufe der Jahrhunderte ereigneten, Thema des Buches „P10 – Altes Haus, was tun? Ein Roman über Nachhaltigkeit, über ein Erbe und die Liebe“.

Band „Soja B“ aus Geislingen begleitet Buchvorstellung

Geschrieben haben es zwei bekannte Geislinger: Bettina Verheyen, Kulturredakteurin der GZ, und Ottmar Dörrer, Leiter der Gemeinschaftsschule am Tegelberg. Entsprechend groß war das Interesse an der Lesung in der Geislinger Stadtbücherei, die ein Teil der Band „Soja B“ um Ottmar Dörrer mit schwäbischen Liedern mit lokalem Bezug begleitete.

Die Zuhörer erfuhren, dass die Hauptperson Bruno das Haus in der Pfarrgasse 10 – genannt P10 – geerbt und eigentlich vor hat, es zu verkaufen. Doch irgendetwas hält ihn davon zurück – ein unbestimmtes Gefühl und ein Versprechen, das er seinem Vater gegeben hat.

Unterschiedliche Zeitebenen im Roman „P10 – Altes Haus, was tun?“

Im Laufe des Abends lernen die Gäste, während die beiden Autoren abwechselnd Passagen des Romans vorlesen, weitere Protagonisten kennen: Brunos Freund Hariolf. Die Bewohner einer Ellwanger Männer-WG, (die ihr Essen im Geschirrspüler zubereiten, aber das ist eine andere Geschichte). Die Lokalredakteurin Sophie Brand, die noch eine wichtige Rolle in Brunos Leben spielen wird. Sowie den Nachtwächter Kaspar Schober, der das Haus Anfang des 17. Jahrhunderts bewohnt und die Magd Ada, mit der er eine heimliche Liebesbeziehung führt.

Der Roman spielt also auf unterschiedlichen Zeitebenen – sogar in die Zukunft führt er im Epilog. Und er hat auch eine Sachebene: Denn es geht um Nachhaltigkeit, um das Engagement von Menschen, die etwas verändern möchten, mit Initiativen wie einem Repair-Café oder einem Gemeinschaftsgarten. Und es geht um eine Altstadtsanierung, von der auch P10 betroffen  ist und die die Stadt in zwei Lager spaltet.

Nach viel Applaus signierten die Autoren etliche Bücher und nahmen sich Zeit für Gespräche mit den Gästen.