Der Brand in einer KfZ-Werkstatt in Geislingen am Montagnachmittag erforderte einen Großeinsatz der Feuerwehr mit 68 Feuerwehrleute mit 13 Fahrzeugen. Am Morgen nach den stundenlangen Löscharbeiten steht das verbrannte Auto noch auf der Hebebühne. Reste von Löschschaum zeugen von den Bemühungen der Feuerwehr, die bis in die Abendstunden gegen das Feuer im Gebäude vorging.

Ursache für das Feuer war, dass ein Arbeiter in der Firmenhalle mit einer Säge den Auspuff eines Schrottfahrzeugs durchtrennte, wie die Polizei berichtet. Der 46-Jährige versuchte, den Brand mit einem Feuerlöscher zu bekämpfen, das Feuer griff jedoch auf das Gebäude über. Ob dies an Funkenflug lag oder wie genau sich das Fahrzeug entzündete, teilt die Polizei bislang nicht mit. Diese ermittelt nun wegen fahrlässiger Brandstiftung.

Als die Feuerwehr sechs Minuten nach der Alarmierung gegen 16 Uhr am Einsatzort in der Richthofenstraße eintraf, stand bereits ein Auto auf der Hebebühne in Flammen, wie Kommandant Jörg Wagner im Gespräch mit der GZ schildert. Er habe bereits auf der Fahrt zum Einsatzort mit einem „Voll-Alarm für den Stadt-Löschzug“ weiteres Personal angefordert.

Feuerwehr zum Löschen des Brands in Geislingen im Großeinsatz

Vor Ort alarmierte der Kommandant dann zusätzlich den Löschzug Eybach, denn dann wurde dann das gesamte Ausmaß des Brands deutlich: Da das brennende Auto – laut Wagner entsteht dabei eine Hitze bis zu 1000 Grad Celsius – auf einer Hebebühne stand, griffen die Flammen auf die Raumdecke und das Dach des Industriegebäudes über.

Göppingen

Das Dach der Werkstatt besteht aus einem älteren Flachdach und einem nachträglich angebrachten Schrägdach mit Photovoltaik. Um das Feuer in dem etwa ein Meter breiten Zwischenraum mit Isolation und Holzständerwerk zu löschen, musste die Feuerwehr das Dach abdecken, erklärt Wagner.

Weitere Autos in der KfZ-Werkstatt wohl nicht von Feuer betroffen

Im hinteren Bereich der KfW-Werkstatt standen noch weitere Autos, auf die sich das Feuer jedoch laut Wagner nicht ausbreitete; die Fahrzeuge seien aber wohl mit Ruß bedeckt.

Bad Ditzenbach

Der Schwelbrand forderten der Feuerwehr nicht nur Manpower, sondern auch insgesamt etwa fünf Stunden Arbeit ab, auch die Drehleiter war im Einsatz. Erst gegen 21 Uhr war der Großeinsatz in der Richthofenstraße beendet.